Die Sensation ist perfekt. Denn nach Jahren der Tristesse brennt im Essener Westen mal wieder der Baum. Grund: Die Erzrivalen TGD Essen-West und TuRa 86 Essen stehen sich im Kreispokal-Finale (Samstag, 24. November, 14.30 Uhr, Haedenkampstraße) gegenüber.

TGD Essen-West/ TuRA 86: Packendes Pokal-Derby

Wer qualifiziert sich für den Diebels-Niederrheinpokal?

tr
23. November 2007, 09:18 Uhr

Die Sensation ist perfekt. Denn nach Jahren der Tristesse brennt im Essener Westen mal wieder der Baum. Grund: Die Erzrivalen TGD Essen-West und TuRa 86 Essen stehen sich im Kreispokal-Finale (Samstag, 24. November, 14.30 Uhr, Haedenkampstraße) gegenüber.

Dabei sind die Hausherren natürlich der Favorit. Während sich die Mannschaft von Coach Thomas Gleis in der Landesliga auf Platz fünf vorgeschoben hat, kickt der Nachbar von der Serlostraße drei Klassen tiefer in der B-Liga. "Selbstverständlich sind wir der Underdog", gibt "Kelly" Wiemer offen zu. Doch der zweite Geschäftsführer der TuRaner rechnet sich trotz des deutlichen Vorteils der Gastgeber etwas aus. "Wir haben eine sehr junge und hungrige Mannschaft, die sich diese großartige Chance mit Sicherheit nicht entgehen lassen will."

Denn der Sieger des Endspiels qualifiziert sich automatisch für den Diebels-Niederrheinpokal. Doch auch der "Vize" darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Verbandswettbewerb machen. Sollten nämlich die westlichen Regionalligisten Rot-Weiss Essen, Wuppertaler SV Borussia oder Fortuna Düsseldorf in die zweite Liga aufsteigen, rutscht der Verlierer des Endspiels nach, weil die Profi-Clubs automatisch am DFB-Pokal teilnehmen und deswegen im Landes-Cup ein Platz frei würde. "Das ist für unseren Verein eine einmalige Möglichkeit", leuchten Wiemers Augen.

Und TGD dürfte gewarnt sein, immerhin warfen die Gäste mit SuS Haarzopf (1:0 n.V.), TuS Helene (5:1) und dem Vogelheimer SV (4:2 n.V.) drei Bezirksligisten aus dem Rennen. "Wir wissen, was uns erwartet", hat Essen-Wests Sportlicher Leiter Arnd Krosch, der selbst jahrelang bei TuRa aktiv war, den Kontrahenten unter die Lupe genommen. "Doch wir brauchen uns mit Sicherheit nicht zu verstecken, auch wenn wir unseren Nachbarn nicht auf die leichte Schulter nehmen werden." Wiemer nimmt die Kampfansage gerne an und setzt auf die Elf von Trainer Michael Cassola: "Die Jungs werden erneut an ihre Leistungsgrenze gehen und versuchen die Sensation zu schaffen." Denn jeder kennt ja die Geschichte von David gegen Goliath...

Autor: tr

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