Der Blick auf die Tabelle bringt für MSV-Spieler und Fan-Gemeinde nach wie vor keine positive Erkenntnis: Abstiegsplatz!

MSV: Daun kennt Situation aus Nürnberg: "Wir waren Brat- und Weißwürste"

"Lunte riechen, Trotz zeigen"

tt
20. November 2007, 15:40 Uhr

Der Blick auf die Tabelle bringt für MSV-Spieler und Fan-Gemeinde nach wie vor keine positive Erkenntnis: Abstiegsplatz! "Wir versuchen alles, um die Wende zu schaffen", verspricht Offensiv-Mann Markus Daun, "unter der Woche waren wir Go-Kart-Fahren, das hat sicherlich für Spaß gesorgt, aber dadurch gewinnst du natürlich nicht automatisch am nächsten Wochenende in Leverkusen."

Gibt es ein Patent-Rezept, aus dem Negativ-Kreis auszubrechen? Daun: "Ich bin davon überzeugt, dass wir belohnt werden, wenn wir weiter hart arbeiten. Eigentlich helfen uns nur Siege, das ist uns allen klar. Zu 80, 85 Prozent sind unsere Auftritte bisher ordentlich gewesen, nur fehlen einfach die Zähler. Das ist natürlich eine gefährliche Situation."

Für Daun allerdings keine unbekannte Lage. "Vor zwei Jahren", blickt der Blondschopf zurück, "habe ich das beim 1. FC Nürnberg schon Mal erlebt. Da sind wir am 13. Spieltag durch ein 3:2 in Kaiserslautern auf neun Punkte gekommen, hatten also die Ausbeute, wie jetzt mit dem MSV. Am Ende haben wir uns ein paar Spiele vor Schluss gerettet."

Doch in der Phase, als nichts lief, prasselte viel auf die Truppe ein. "Ich kann mich noch genau erinnern, wir wurden als Brat- und Weißwüste tituliert. Dann versucht man halt, darum nicht viel zu geben, lässt die Zeitung einfach Mal liegen und konzentriert sich auf den Fußball."

"Dauni" weiß zwar, "dass man ohne die nötigen Ergebnisse praktisch keine Argumente hat", sagt aber kämpferisch: "Wir müssen unbedingt den Hebel umlegen. Sobald positive Resultate kommen, werden die Kritiker verstummen. Die Möchtegern-Fans lachen sich doch im Moment kaputt, da setzt keiner mehr einen Pfifferling auf uns. Genau in so einer Situation muss man Trotz zeigen, um zu beweisen: Wir können es doch!" Daun fügt hinzu:

"Kürzlich musste man lesen, dass der Stadion-Name nicht an RWE verkauft wurde, weil wir bald sowieso wieder in der Zweiten Liga spielen. Da muss man Lunte reichen und es allen zeigen." Eine Woche vor dem Duell bei seinem ehemaligen Verein Bayer 04 Leverkusen spürt der Duisburger Kassenwart positive Schwingungen. Allerdings schiebt er gleich nach: "Gute Gefühle vor dem Spiel reichen nicht, das muss auch nachher so sein. Dann hätten wir nämlich etwas erreicht."

Autor: tt

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