Und noch einer war absolut davon überzeugt, der Erfolg gegen Magdeburg sei nicht anzuzweifeln: Tim Gorschlüter!

Hoch in Liga zwei - mit oder ohne RW Essen

"Richtig Geld auf den Tisch legen"

Oliver Gerulat
18. November 2007, 18:12 Uhr

Und noch einer war absolut davon überzeugt, der Erfolg gegen Magdeburg sei nicht anzuzweifeln: Tim Gorschlüter! "Der Dreier geht komplett in Ordnung, vor allen Dingen, wenn man berücksichtigt, wieviel Leute uns ausgefallen sind." Im Lazarett gibt man sich die Klinke in die Hand. "Klar, es war harte Arbeit gegen den 1.FC", räumt Gorschlüter ein. Warum man nach der Führung das Ruder deutlich aus der Hand gab, darüber grübelte der Mittelfeldspieler aber auch.

"Wir wussten schon, was ablaufen kann, es wurde wohl auch zu wenig gesprochen."

In der Woche zuvor hörte man auch weniger Lachsalven, das 0:1 aus Verl nagte am Kollektiv. "Die Stimmung war bestimmt nicht so gut wie sonst", nickte Gorschlüter. Allerdings schob er sofort nach: "Nach diesem Sieg können wir uns wieder überall erhobenen Hauptes zeigen." Wenn man laufen kann, ein sattes Drittel des Teams liegt platt. "Markus Kurth jetzt auch", schüttelt Gorschlüter fassungslos mit dem Kopf, "für uns ein Führungsakteur." Und vorausblickend: "Wir müssen uns jetzt in die Winterpause retten." In Lübeck am nächsten Wochenende darf man nicht baden gehen.

RWE verlängerte den Vertrag mit Gorschlüter unter der Woche bis zum 30. Juni 2010, ohnehin war der Akteur bis 2009 gebunden. "Tim ist mit seinen Leistungen zu einem unserer wichtigsten Spieler geworden. Dass er sich trotz weiterer Angebote aus höheren Ligen für RWE entschieden hat, zeigt, dass er sich mit dem eingeschlagenen Weg und der Philosophie 100-prozentig identifiziert. Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir mit Spielern, die uns mit ihren Leistungen überzeugt haben, langfristig zusammenarbeiten", legt sich Olaf Janßen, Sportlicher Leiter, fest.

Die Stichworte "Kontinuität" und "sportlicher Erfolg" fallen. Gorschlüter war zu Saisonbeginn von RW Ahlen an die Hafenstraße zurückgekehrt, wo er bereits in der Saison 2005/2006 - damals mit wenig Erfolg - das RWE-Trikot getragen hatte. "Mir macht es ungemein Spaß in Essen, der Vertrag gilt für die zweite und dritte Liga." Wobei es "keine Ausstiegsklausel" geben soll, erklärt Gorschlüter. "Wenn man mich haben will, muss ein Club wohl richtig Geld auf den Tisch des Hauses legen." Wenn Gorschlüter die bisherigen Leistungen bis zum Saisonende durchzieht, muss für ihn der Sprung in Liga zwei erfolgen, mit oder ohne Essen.

Autor: Oliver Gerulat

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