Mit 34 Jährchen auf dem Buckel hat man schon einiges in einer Profikarriere erlebt, so dass man sich auch schon einmal nachdrücklich festlegen kann.

RWE: Kurth droht mit Muskelverletzung auszufallen

"Möglichst viel raus holen"

Oliver Gerulat
18. November 2007, 11:21 Uhr

Mit 34 Jährchen auf dem Buckel hat man schon einiges in einer Profikarriere erlebt, so dass man sich auch schon einmal nachdrücklich festlegen kann. "Wir haben hochverdient gewonnen", lautete der erste Satz von Markus Kurth bei seiner Spielanalyse. Es mussten nicht unbedingt Zweifel an dieser Aussage geäußert werden. Der Ex-Duisburger: "Wir haben an die letzten Heimspiele angeknüpft." Inbesondere die 90 Pokal-Minuten gegen Kaiserslautern waren in seinen Gedanken.

Für Kurth war klar, dass nach dem 0:1 in Verl etwas passieren musste. "Das war schon der bisherige Tiefpunkt." Der sich nicht wiederholen darf, auch die personelle Schieflage soll dafür nicht Anlass geben. "Mit mir sind es jetzt acht Akteure, die flach liegen." Der ehemalige Kölner verabschiedete sich in Minute 53 mit einer Muskelverletzung. "Ich hoffe, es ist nicht so schlimm, es passierte, als ich einen Sprint anzog." Und mit kritischem Unterton: "Die Truppe ist doch richtig jung, so eine Situation ist dann erst recht nicht einfach."

Den Begriff "Durststrecke" hörte Kurth im Gespräch nach dem Sieg über Magdeburg nicht unbedingt gerne. "Natürlich waren wir nach dem Match in Verl alle ungemein enttäuscht." Durch den Dreier über die Ostdeutschen dürfte man im Umfeld jetzt wieder kräftig durchatmen. Kurth: "Aus den restlichen Matches vor der Winterpause sollten wir jetzt möglichst viel raus holen."
Die Frage bewegt, wer jetzt in Lübeck tatsächlich aufläuft. "Die Jungs, die heute rein gekommen sind, haben doch bewiesen, dass wir auf der Bank auch Qualität haben."

André-Schei Lindbaek und Moritz Stoppelkamp. Am Treffer des Norwegers war Kurth mit blendender Vorbereitung beteiligt, die Jubeltraube teilte sich, ein Teil des Teams rannte zum Schützen, der andere fand den Aufleger. "Das war fifty-fifty." Kurth gönnte dem Kollegen den Treffer. "So ist da Spiel von André, er lebt von den Flanken, dann zeigt er seine Fähigkeiten, ich bin mir sicher, er wird uns noch eine ganze Menge in dieser Spielzeit weiterhelfen."

Autor: Oliver Gerulat

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