In Weltmeister Italien,

Italien, Frankreich und Kroatien fahren zur EM

Panuccis Kopfball sichert dem Weltmeister das EM-Ticket

sid
17. November 2007, 21:18 Uhr

In Weltmeister Italien, "Vize" Frankreich und Kroatien haben sich drei weitere Teams vorzeitig für die EM-Endrunde qualifiziert, und auch das Fußball-Mutterland England hat die Teilnahme an der EM in Österreich und der Schweiz wieder in der eigenen Hand. Sämtliche Schwergewichte scheinen sich auf der Zielgeraden der Qualifikation doch noch durchzusetzen. Auch die Türkei hat den vorzeitigen K.o. abgewendet und vor dem abschließenden Gruppenspiel nun beste Chancen auf das Weiterkommen.

Italien machte durch einen 2:1 (1:0)-Sieg in Schottland alles klar und bescherte damit auch den spielfreien Franzosen das EM-Ticket. Für die "Bravehearts", die in der EM-Qualifikation für Furore gesorgt hatten, bleibt nur der undankbare dritte Platz. Neben den beiden WM-Finalisten und Kroatien sowie den beiden Gastgebern hatten sich zuvor schon Deutschland, Tschechien, Titelverteidiger Griechenland und Rumänien für die Endrunde qualifiziert.

England hat unterdessen unerwartete Schützenhilfe aus Israel bekommen. Der Außenseiter gewann überraschend gegen Russland 2:1 (1:0), womit David Beckham und Co. am Mittwoch bereits ein Punkt gegen Kroatien zur Qualifikation genügt.

Mit einem Sieg gegen Bosnien wäre auch die Türkei durch, nachdem der WM-Dritte von 2002 im direkten Duell um den zweiten Platz hinter Griechenland in Gruppe C in Norwegen 2:1 (1:1) gewann. In der deutschen Gruppe ist die walisische Nationalelf vier Tage vor dem Duell mit der DFB-Auswahl zu einem 2:2 (1:1) gegen Irland gekommen. Für Wales war Jason Koumas (23. und 89. per Foulelfmeter) zweimal erfolgreich, Irland war durch Robbie Keane (31.) und Kevin Doyle (60.) zwischenzeitlich in Führung gegangen. Beide Teams haben keine Chance mehr auf die EM-Teilnahme.

In Gruppe A hat Finnland durch einen mühsamen 2:1 (0:0)-Sieg gegen Aserbaidschan seine kleine Chance auf die EM-Teilnahme gewahrt. In Gruppe G verpasste Rumänien den Gruppensieg, die Karpaten verloren gegen Bulgarien in Sofia 0:1 (0:1).

Bayern Münchens Stürmerstar Luca Toni ebnete mit seinem Blitztor nach nur 70 Sekunden der "Squadra Azzurra" im Glasgower Hampden Park den Weg zur EM-Teilnahme. Nach dem Ausgleich von Barry Ferguson (65.) machte schließlich Christian Panucci in der ersten Minute der Nachspielzeit alles klar. Die Schotten, die beide Spiele gegen Frankreich gewonnen hatten und im vorletzten Spiel ein schmerzhaftes 0:2 in Georgien kassierten, müssen damit weiter auf die erste Teilnahme an einem großen Turnier seit der WM-Endrunde 1998 warten.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt erwischte Norwegen im Ullevaal-Stadion in Oslo einen Start nach Maß, als bereits nach zwölf Minuten Erik Hagen den Führungstreffer erzielte. Doch Emre Belozoglu (31.) und Nihat Kahveci (60.) schafften für die Gäste die Wende.

England durfte sich bei Elyaniv Barda (10.) und Omer Golan (90.+2) bedanken, die für Israel in Tel Aviv trafen. Die Russen, die mit zwei Siegen gegen Israel und Andorra qualifiziert gewesen wären, kamen lediglich durch Dinijar Biljaletdinow (60.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Autor: sid

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