Die DEG Metro Stars sind mit dem Ziel angetreten, den Titel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu gewinnen. Nach 20 von 60 Spielen dümpelt der achtmalige Deutsche Meister allerdings auf Platz acht herum. Mit 30 Zählern drohen die Rheinländer gar aus den Play-Off-Rängen zu rutschen. Die zwangsläufige Folge war die Entlassung von Trainer Slavomir Lener, der mit gerade einmal drei Monaten den traurigen Rekord der kürzesten Amtszeit in der DEL-Geschichte der DEG aufgestellt hat.

DEG Metro Stars: Enttäuschende Bilanz

Mittelmaß statt Titelambitionen

Georg Amend
16. November 2007, 20:21 Uhr

Die DEG Metro Stars sind mit dem Ziel angetreten, den Titel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu gewinnen. Nach 20 von 60 Spielen dümpelt der achtmalige Deutsche Meister allerdings auf Platz acht herum. Mit 30 Zählern drohen die Rheinländer gar aus den Play-Off-Rängen zu rutschen. Die zwangsläufige Folge war die Entlassung von Trainer Slavomir Lener, der mit gerade einmal drei Monaten den traurigen Rekord der kürzesten Amtszeit in der DEL-Geschichte der DEG aufgestellt hat.

Stärken:
Die DEG ist im so genannten Power-Play-Killing eine Top-Mannschaft. Bei einem Mann weniger auf dem Eis brennt bei den Metro Stars selten etwas an, zudem bescheren ihnen die erzielten Unterzahl-Tore den einzigen guten Wert der Saison. In dieser Statistik sind sie Tabellenzweiter hinter den Iserlohn Roosters. Zudem ist das Team von den Torschützen her ausgeglichen besetzt, nahezu jeder Akteur hat einen Treffer beigesteuert. Von den Stammspielern haben nur Henrik Hölscher und Martin Hinterstocker noch nicht getroffen.

Schwächen:
In allen Statistiken – bis auf die der Unterzahl-Tore – spielen die DEG Metro Stars kaum eine Rolle. Bei den Scorern tauchen die Düsseldorfer in den Top-Ten erst gar nicht auf: Mit je 21 Punkten teilen sich Rob Collins und Jamie Wright Platz elf.
[imgbox-center]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/005/445-5528_preview.jpeg Rob Collins. (RS-Foto: firo)[/imgbox]
Ähnlich sieht es bei den Torhütern aus: Jamie Storr, im Vorjahr noch bester Goalie der Liga, wirkte in einigen Spielen unsicher, patzte immer mal wieder und rangiert unter den DEL-Keepern lediglich auf Rang acht. Ein weiteres Manko: Die Düsseldorfer konnten nur innerhalb der regulären Spielzeit gewinnen, sechs Mal kam es zu Verlängerung oder Penalty-Schießen, sechs Mal zogen sie den Kürzeren.

Schon vor der aktuellen Spielzeit zeichneten sich Probleme ab, denn mit Tore Vikingstad wurde ein langzeitverletzter Leistungsträger nicht rechtzeitig fit. Der Top-Stürmer fehlte in den ersten elf Spielen. Noch gar keine Liga-Partie hat bislang Kapitän Daniel Kreutzer bestritten, der allzu lange mit den Nachwirkungen des Pfeifferschen Drüsenfiebers zu kämpfen hatte. Zudem verletzten sich in der Saison Darren van Impe und Klaus Kathan jeweils leicht, mussten pausieren. Nationalverteidiger Robert Dietrich brach sich im zweiten Saisonspiel den Fuß und fehlt seitdem. Aktuell bereichert auch Defensiv-Akteur Marian Bazany das Lazarett, der sich eine Meniskus-Verletzung zuzog. Hinzu kam, dass Ex-Coach Lener die Reihen immer wieder durcheinander würfelte, es in drei Monaten nicht schaffte, eine Stammformation auf das Eis zu stellen, die wirklich eingespielt gewirkt hätte. Zudem entpuppte sich sein Wunschspieler Robert Kantor als eklatanter Fehlgriff.
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Autor: Georg Amend

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