Im Namen

Wattenscheid: Martin Daum ohne Bezug zum Trainer-„Magier“

Verkehrs- und Aufstiegs-Planung

Thomas Tartemann
16. November 2007, 11:12 Uhr

Im Namen "Daum" fällt dem Fußball-Fan automatisch Trainer-"Magier" Christoph Daum ein. "Mit ihm", wiegelt Martin Daum ab, "habe ich nichts zu tun. Früher fand ich ihn Mal ganz gut, doch durch diverse Eskapaden hat er an Sympathie verloren." Martin Daum wechselte im Sommer von TuRa Rüdinghausen zur SG Wattenscheid 09, zählt momentan zu den wichtigen Stützen in der linken Defensive. "Zunächst habe ich gespielt, zwischenzeitlich war ich auch draußen, danach konnte ich meine Chance wieder nutzen", blickt er auf ein kleines Aufstellungs-Wellental zurck.

Doch insgesamt zeigt sich der 25-Jährige mit seiner Wahl zufrieden: "Es macht Spaß, gerade wenn man oben steht, wir haben viele Fans, das spornt zusätzlich an."

Am Freitag Abend soll der nächste Pflock Richtung Aufstieg eingehämmert werden, Vorwärts Kornharpen kommt in die bisher uneinnehmbare Lohrheide. "Wir sind sicherlich Favorit", nickt Daum, "bisher konnten wir zuhause alle Spiele gewinnen, das soll auch so bleiben. Vorwärts hatte ich eigentlich etwas weiter oben auf der Rechnung, aber trotzdem mssen wir auf die gefährliche Offensive mit Silberbach und Janas achten."

Also auch ein Job für ihn. "Eigentlich", stellt der Allrounder fest, "spiele ich lieber im Mittelfeld, aber ich kann mich auch mit der Rolle im linken defensiven Bereich anfreunden. Das ist eigentlich egal, wo der Trainer mich aufstellt."

Der Mann mit der Rücken-Nummer "13" ("Sie war einfach frei und hat keine besondere Bedeutung") fühlt sich trotz der ungewohnten Konstellation in Wattenscheid wohl. "Bei Rüdinghausen konnte man sich von vielen erfahrenen Spielern noch etwas abgucken, hier zähle ich selbst zu den routinierteren Leuten. Nur Farat Toku und Mo Abdulai sind „älter", geht Daum den Kader durch, "so weit ich das kann, versuche ich natürlich, die Nachwuchs-Spieler zu führen. Aber zum Großteil übernimmt das Farat Toku, er hat Regionalliga-Erfahrung und bringt sie auch entsprechend mit ein."

Parallel zum Fußball kümmert sich Daum um sein Studium. In Dortmund absolviert er das zehnte Semester im Zweig Verkehrs-Planung. "Das hat sich einfach interessant angehört", sagt er, "ich stehe kurz vor der Diplomarbeit. Wahrscheinlich wird das Thema Verkehrs-Sicherheit sein." Der Vertrag bei der SG ist zunächst bis Sommer ausgelegt. Möglicherweise ist Daum dann Verkehrs- und erfolgreicher Aufstiegs-Planer in einem.

Autor: Thomas Tartemann

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren