Die Zahl des Tages heißt 195. Insgesamt fielen 195 Spiele des Wochenendes ins Wasser oder wurden vom Winde verweht. Sturmtief Tilo sorgte dafür, das 390 Schlussmänner aus Westfalen und Niederrhein keine Bewerbungsunterlagen für unsere Top 5 einreichten. Doch auch die wenigen Torhüter, die sich trotz des schlechten Wetters aufs Feld wagten, erlebten stürmische Zeiten in ihren Strafräumen. Immerhin, die geringe Konkurrenz des Spieltags nutze der Keeper von Westfalia Schalke II für ein kleines Comeback.

Die Top 5 der bemitleidenswertesten Torhüter des Wochenendes

Sturmtief Tilo schenkt uns Westfalia Schalke II

Jonas Hessedenz
13. November 2007, 15:35 Uhr

Die Zahl des Tages heißt 195. Insgesamt fielen 195 Spiele des Wochenendes ins Wasser oder wurden vom Winde verweht. Sturmtief Tilo sorgte dafür, das 390 Schlussmänner aus Westfalen und Niederrhein keine Bewerbungsunterlagen für unsere Top 5 einreichten. Doch auch die wenigen Torhüter, die sich trotz des schlechten Wetters aufs Feld wagten, erlebten stürmische Zeiten in ihren Strafräumen. Immerhin, die geringe Konkurrenz des Spieltags nutze der Keeper von Westfalia Schalke II für ein kleines Comeback.

1. FC Hellas/Makedonikos Hagen (Kreisliga A Hagen)

TSV Fichte Hagen II – FC Hellas/Mak. Hagen 12:1

Der griechische Klub FC Hellas aus Hagen fuhr voller Tatendrang zum Sechs-Punkte-Spiel gegen Tabellenkeller-Nachbarn TSV Fichte Hagen II. Für den Sieger der Partie gab es ein besonderes Bonbon: Er konnte den Rucksack mit den Abstiegssorgen endlich abstreifen. Doch scheinbar verkehrten sich alle guten Vorsätze des FC Hellas, diese Chance beim Schopfe zu greifen, ins absolute Gegenteil. Zwölf Gegentore vom direkten Konkurrenten, der Rucksack wurde um gefühlte zwölf Kilogramm schwerer.

2. TuS Helene II (Kreisliga B2 Essen Nord-West)

DJK Juspo Altenessen – TuS Helene II 15:3

Für die Zweitvertretung des Zechenklubs TuS Helene läuft es alles andere als gut. Zwar wurden die Schächte der ehemaligen Krupp-Zeche Helene bereits 1965 stillgelegt, doch auch über Tage sieht es in dieser Saison düster aus. Das Team stellt die schwächste Abwehr und den schlechtester Sturm der Kreisliga (Torverhältnis 12:88), dazu sammelte es erst ein mageres Pünktchen in 13 Spielen. Im Altenessener-Derby gab es eine 15:3-Klatsche gegen die DJK Juspo, vielleicht sollte sich der Keeper im alten Schacht der Helene verbuddeln.

3. MSV Moers II (Kreisliga C3 Moers)

MSV Moers II - Türkiyemspor Lintfort III 3:14

Auch der Schlussmann des Meerbecker SV II könnte ein Lied von hohen Niederlagen und unfähigen Vorderleuten in voller Lautstärke mitträllern. Das 3:14 gegen Türkyemspor Lintfort III war bereits die vierte zweistellige Packung im elften Saisonspiel. Es wurde höchste Zeit, dass der Schnapper des MSV sein qualvolles Lied endlich das erste Mal in der Top 5 vortragen darf.

4. DJK AfB 06 Bochum (Kreisliga C1 Bochum)

DJK AfB 06 Bochum II - SV Altenbochum 01 II 3:13

Ja sind wird denn hier in den deutschen Single-Charts? Die zweite Neuvorstellung des Tages landet auf dem 4. Platz... Zurück zum Fußball, denn auch der Torsteher des DJK AfB Bochum II verdiente sich endlich seine langersehnte Erwähnung. Das Torverhältnis von 8:83 in zwölf Spielen sagt wirklich alles über seinen tristen Kreisliga-Alltag aus. Reihenweise ballern ihm die gegnerischen Sturmreihen die Finger wund, als Dank lassen ihn seine Gefährten weniger als ein Mal im Schnitt jubeln. Zumindest in dieser Hinsicht war es ein vergnüglicher Sonntag.

5. SV Westfalia Schalke II (Kreisliga C2 Gelsenkirchen)

SV Westfalia Schalke II - Genclerbirligi Resse 2:12

Freude kommt auf, denn Tilo bescherte uns nicht nur mit vielen Spielabsagen, sondern brachte uns Westfalia Schalke II zurück. Unter normalen Umständen dürfte dieses Ergebnis wohl kaum gereicht haben. Somit nutzen wir DIE Gelegenheit, der wohl schlechtesten - dafür wegen ihres Sportgeists sympathischsten - Mannschaft im Amateurfußball des Reviers eine weitere Huldigung zukommen zu lassen. Insgesamt hat sich das Team in den letzten Wochen „gefangen“, die Gegentorquote ist aber weiter unschlagbar: 152 Mal schepperte es im eigenen Gehäuse, das bedeutet weiterhin stolze 10,9 Gegentreffer pro Begegnung. Für uns betreibt Westfalia Schalke II mit seinem Durchhaltewillen eine Hommage an den Sportgeist des Amateursports. Wir sagen: Weiter so!

Autor: Jonas Hessedenz

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