Der SC Oberspröckhövel ist zur Zeit das Maß aller Dinge in der Kreisliga A2 Hagen und konnte sich bereits am 14. Spieltag mit einem 2:0 Sieg beim SV Büttenberg die Herbstmeisterschaft sichern. Nachdem man in den letzten beiden Spielzeiten jeweils mit Platz zwei den Aufstieg knapp verpasste, soll der ersehnte Aufstieg in dieser Saison perfekt gemacht werden, um im nächsten Jahr endlich Bezirksligafußball auf dem neuen Kunstrasen zu sehen.

Kreis Hagen: SC Obersprockhövel will endlich zurück in die Bezirksliga

"Wir müssen realistisch bleiben"

Michael Gabler
13. November 2007, 14:37 Uhr

Der SC Oberspröckhövel ist zur Zeit das Maß aller Dinge in der Kreisliga A2 Hagen und konnte sich bereits am 14. Spieltag mit einem 2:0 Sieg beim SV Büttenberg die Herbstmeisterschaft sichern. Nachdem man in den letzten beiden Spielzeiten jeweils mit Platz zwei den Aufstieg knapp verpasste, soll der ersehnte Aufstieg in dieser Saison perfekt gemacht werden, um im nächsten Jahr endlich Bezirksligafußball auf dem neuen Kunstrasen zu sehen.

Und die Zeichen stehen gut: Mit 37 Punkten nach 14 gespielten Partien führt das Team von Trainer Frank Hintzke die Tabelle souverän an, und stellt mit 51 Toren die beste Offensive der Liga. Mit zwei aufeinander folgenden Siegen am dritten und vierten Spieltag gegen die Aufstiegskonkurrenten TuS Ennepetal II und TSG Sprockhövel II, untermauerten die OSC-Kicker ihren Anspruch auf den Aufstieg in die Bezirksliga.

Die beiden Stürmer Muhudin Ramovic und Jochen Witjes, die beide schon über 15 mal den generischen Torwart überwinden konnten, sind die Garanten für eine Siegesserie von mittlerweile sieben Spielen. „Die beiden ergänzen sich gut und treffen eigentlich jedes Wochenende“, zeigt sich Hinztke zufrieden mit den Leistungen seiner Offensivkräfte. Dass die Stärke der Obersprockhöveler im Spiel nach vorne liegt, musste auch der damalige Tabellendritte Türk Gücü erfahren, die am sechsten Spieltag auf eigener Platzanlage mit 9:1 vom Platz gefegt wurden.

Doch SCO-Coach Hintzke bleibt auch nach diesem Spiel realistisch: „Türk Gücu ist trotz des eindeutigen Ergebnis eine der spielstärksten Mannschaften der Liga. Wir haben einfach clever auf Konter gespielt und unsere Chance genutzt.“ Das sollte sich dann ausgerechnet nach dieser Glanzleistung ändern. Eine unerwartete 1:5-Heimpleite gegen den TuS Esborn holte die SCO-Kicker schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, nachdem die Kicker wegen des vorausgegangenen Galavorstellung laut Hintzke „auf Wolke sieben schwebten“. Vielleicht ein Rückschlag zur richtigen Zeit, den der 48-jährige Übungsleiter nicht dramatisch sieht: „Die Esborner haben uns ganz klassisch ausgekontert. Aber wir verlieren lieber einmal hoch und verdient als ständig nur unentschieden zu spielen. Wegen der Drei-Punkte-Regelung hat es im letzten Jahr schon nicht gereicht um in die Bezirksliga aufzusteigen.“

Vor allem gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel verspielte der Klub den möglichen Aufstieg, indem sich die Elf die Punkte mit den vermeintlich schlechteren Teams teilen musste. „In den Spielen gegen Gegner von unter fehlt oft die Motivation. Da denken alle, dass wir das Spiel bereits gewonnen haben. Dagegen ist es gegen die direkten Verfolger viel leichter. Da wissen meine Spieler worum es geht und sind top-motiviert“, moniert der Coach.

Den Sieben-Punkte-Vorsprung, den man gegenüber dem ärgsten Verfolger TSG Sprockhövel II hat, möchte man möglichst bis in die Winterpause halten, um in der Vorbereitung auf die Rückrunde den Kopf für die kommenden Aufgaben frei zu haben. Geschäftsführer Detlef Westerhoff warnt vor aufkommender Überheblichkeit: „Wir müssen realistisch bleiben. Zu Beginn der Rückrunde warten schwere Gegner auf uns, die uns alles abverlangen werden.“

Westerhoff wird vor allem die Rückspiele gegen die beiden Reservemannschaften aus Ennepetal und Sprockhövel im Sinn haben, die wahrscheinlich mit Verstärkung aus den ersten Mannschaften antreten werden um den Abstand in den so genannten „Sechs-Punkte-Spielen" zu verringern. Doch auch in diesen Spielen vertraut Hintzke seinem Team: „Natürlich merkt man das, wenn gegen uns drei oder vier Spieler aus der Landesliga-Mannschaft des TuS Ennepetal auf dem Platz stehen. Aber das würden wir ja auch machen. Wir sind trotzdem stark genug um gerade in diesen Spielen zu bestehen. Denn in den Derbys geht es ja auch nicht nur um Punkte.“

Autor: Michael Gabler

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