Die Gladbecker Talfahrt scheint nicht nur sportlich von Statten zu gehen. Auch hinter den Kulissen herrscht mächtig Unruhe. Und DJK-

Gladbeck: "Dem Verein droht eine Klagewelle"

"Schwer, den Spielbetrieb nach der Winterpause aufrecht zu erhalten"

tr
12. November 2007, 18:44 Uhr

Die Gladbecker Talfahrt scheint nicht nur sportlich von Statten zu gehen. Auch hinter den Kulissen herrscht mächtig Unruhe. Und DJK-"Boss" Rolf Schobert wird in den kommenden Tagen wohl mehr im Gerichtssaal als auf dem Sportplatz zu finden sein. "Dem Verein droht eine Klagewelle", berichtet Rechtsanwalt Heinz Kupperian, der das Mandat für Stürmer Ibo Mbaye und den ehemaligen Reserve-Trainer Achim Sturm übernommen hat. Während Mbaye bereits am Donnerstag, 29. November, gerichtlich gegen die Gladbecker vorgeht, wird Sturm am Donnerstag, 6. Dezember, vor den Richter treten, um den Verein zu verklagen.

Den Anfang macht aber Ex-Coach Guido Naumann. Am kommenden Freitag (16. November) kommt es vor dem Arbeitsgericht zu einem Gütetermin zwischen den Germanen und Naumann. "Die werden mir einen Vergleich vorschlagen", weiß der Ex-Profi, was ihn erwartet. Als rechtlicher Vertreter nimmt Naumann seinen bereits im September geschassten Kapitän Irfan Durdu mit. "Guido wurde vor der Saison eine Summe X zugesagt. Dieses Arbeitsentgelt werden wir geltend machen, da die fristlose Kündigung nicht haltbar ist. Ob es zu einer Einigung kommen wird, steht aber noch in den Sternen."

Durdu, der neben Naumann auch noch den abgetretenen Mannschaftsbetreuer Aydin Camci (RS berichtete) vertritt, geht davon aus, dass "wir auch in Aydins Fall aktiv werden müssen. Bis zum 15. November soll sein Gehalt bezahlt werden. Sollte das nicht geschehen, werden wir sofort Klage erheben."

Dass der Verein allerdings zahlen wird, glaubt Durdu nicht: "Die ganze Infrastruktur stimmt bei der DJK überhaupt nicht. Es gibt keine Kontroll-Instanzen in diesem Club. Deshalb wird es schwierig, zu glauben, dass alles seinen rechten Gang nimmt." Durdu weiter: "Meiner Einschätzung nach wird es unter den derzeitigen Bedingungen schwer für den Verein, den Spielbetrieb auch nach der Winterpause aufrecht zu erhalten."

Autor: tr

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