MSV: Youssef Mokhtari mit Verständnis für Fan-Wut

"So kann es nicht weitergehen"

RS
12. November 2007, 10:02 Uhr

"Wir machen die Dinger einfach nicht", ärgerte sich Youssef Mokhtari. Und damit traf der Marokkaner den Nagel auf den Kopf. "Die Niederlage gegen Bochum war wieder unnötig. Wir hatten in der ersten Halbzeit 6:2 Torschüsse, das sagt eigentlich schon vieles aus. Uns fehlt momentan das Quäntchen Glück."

Und das unbedingte Aufbäumen nach Rückschlägen. "Nach dem Gegentor wurde es schwer", befand "Mokhi", "es mangelt an Selbstvertrauen. Solche Dinge müssen wir abstellen. So kann es nicht weitergehen." Immerhin konnte er positiv herausfiltern: "Man sieht, dass die Mannschaft will, das hat mit dem abgehaltenen Trainingslager nichts zu tun." Doch dann schiebt er nach: "Uns fehlten gegen Bochum die Mittel, etwas Zwingendes zu machen."

Was ins frustige Gesamt-Bild passte, war die enorme Effektivität der Gäste. Mokhtari: "Das VfL-Konzept ist eiskalt aufgegangen. Ich denke nicht, dass die Bochumer sehr viel Aufwand betrieben haben, um bei uns zu gewinnen." Für Streicheleinheiten hinsichtlich einer guten halben Stunde kann sich die am Boden liegende Zebra-Herde nichts kaufen. "Ich spiele lieber Mal grottenschlecht und gewinne, anstatt so eine Niederlage zu kassieren", grummelte der ehemalige Kölner.

Dass es nach dem Abpfiff und teilweise auch schon während der Partie erstmals zu massiven Pfiffen kam, hatte auch Mokhtari registriert. "Die Fans zahlen jeden Penny, um ins Stadion zu gehen. Sie möchten Siege sehen. Sie wollen nicht wieder nach Aue und Koblenz, aber danach sieht es im Moment leider aus." Abschließend stellt der Nationalspieler fest: "Man kann viel reden, jetzt müssen Taten folgen." Die nächste Chance dazu ist in knapp zwei Wochen bei Bayer 04 Leverkusen...

Autor: RS

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren