Vor dem heutigen Auftritt beim SV Hönnepel-Niedermörmter ist die Stimmung in Solingen mächtig gesunken. Kein Wunder, das 0:3 gegen Wülfrath war die dritte Niederlage in Serie, der zwischenzeitliche Höhenflug wurde abrupt gestoppt.

Solingen: Kowski wandelt zwischen Fußball-Welten

Über Hönnepel zur EM

11. November 2007, 10:13 Uhr

Vor dem heutigen Auftritt beim SV Hönnepel-Niedermörmter ist die Stimmung in Solingen mächtig gesunken. Kein Wunder, das 0:3 gegen Wülfrath war die dritte Niederlage in Serie, der zwischenzeitliche Höhenflug wurde abrupt gestoppt. "Wir haben einiges gut zu machen", betont Enrico Kowski, der zuletzt schon vor der Halbzeitpause die Ampelkarte sah.

[box_rsprint]"Jedes Team hat mal eine schlechte Phase. Noch ist nicht Hopfen und Malz verloren", bemerkt der Defensiv-Mann beim Blick auf die Tabelle. Die gibt derzeit nicht mehr als biederes Mittelmaß für die Union aus.

"Gerade in Solingen ging die Euphorie nach dem guten Start schnell nach oben, die Ansprüche wurden hochgeschraubt. Aber Mannschaft und Verantwortliche wussten die Lage richtig einzuschätzen", bemerkt Kowski. Sein Zusatz: "Ein Platz unter den ersten vier, fünf Teams sollte unser Ziel sein. Davon werden wir nicht abweichen." Der direkte Wiederaufstieg dürfte auch angesichts der Heimschwäche – zu Hause ist der Traditions-Club noch ohne Sieg – in dieser Saison utopisch bleiben.

Den großen Sport bekommt Kowski dennoch geboten. Als Produktmanager beim Reise-Veranstalter Vietentours ist er regelmäßig im fußballerischen "Auslands-Einsatz". Im August besuchte er mit einer Reisegruppe das Duell zwischen England und Deutschland im neuen Wembley-Stadion. "Es ist schon klasse, solche Kultstätten zu Gesicht zu bekommen", grinst der gebürtige Rostocker. Sein persönliches Highlight liegt freilich schon etwas länger zurück: "2004 war ich die vollen vier Wochen bei der Europameisterschaft in Portugal mit dabei. Vielleicht darf ich 2008 wieder zu EM."

Der Aufenthalt in Österreich und der Schweiz würde zwar mit dem Vorbereitungsplan der Solinger kollidieren, doch Kowski bemerkt augenzwinkernd: "Dafür nimmt man es gerne in Kauf, wenn man einige Trainings-Wochen verpasst und die ersten Spiele vielleicht nur auf der Bank sitzt." Schließlich hat sich der 31-malige Regionalliga-Akteur bislang immer durchgesetzt bei seinem Wandel zwischen den Fußball-Welten.

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