Sieben Partien in Folge ungeschlagen und die letzten drei Partien hintereinander gewonnen: der SC Hassel ist in der Verbandsliga Westfalen 2 die Mannschaft der Stunde. Mussten sich die Gelsenkirchener nach ihrem abermaligen Fehlstart schon mit leisen Gedanken um den Klassenkampf befassen, hat der aktuelle Platz fünf für eine kleine Aufbruchstimmung am

SC Hassel: Schlebach wird Serie nicht unheimlich

"Läuft nicht so weiter"

hb
10. November 2007, 22:24 Uhr

Sieben Partien in Folge ungeschlagen und die letzten drei Partien hintereinander gewonnen: der SC Hassel ist in der Verbandsliga Westfalen 2 die Mannschaft der Stunde. Mussten sich die Gelsenkirchener nach ihrem abermaligen Fehlstart schon mit leisen Gedanken um den Klassenkampf befassen, hat der aktuelle Platz fünf für eine kleine Aufbruchstimmung am "Lüttinghof" gesorgt. Allerdings bemüht sich Christoph Schlebach in der auch für ihn erfreulichen Situation die Euphorie nicht ausufern zu lassen.

"Wir sind nicht so vermessen zu behaupten, dass wir am Ende der Saison unter den ersten Vier landen", bremst der SCH-Coach die Erwartungen. "Ich glaube auch kaum, dass die Jungs meinen, dass es so weiter läuft. Der Abstand zu unserem heutigen Gegner Rüdinghausen auf Platz elf beträgt schließlich nur fünf Punkte. Unser Ziel war und bleibt ein einstelliger Tabellenrang."

Gründe dafür, dass es am Anfang haperte und sich erst jetzt die Erfolge der Arbeit einstellen, gibt es einige. Schlebach musste im Sommer sage und schreibe 16 Neuzugänge integrieren, mit seinem Rückzug vom Platz an die Seitenlinie brachen neun Stammspieler weg. "Dann braucht es halt Zeit, bis sich eine Mannschaft findet", weiß Schlebach. Hassels Buben sind nun mit einem Durchschnittsalter von etwas mehr als 21 Jahren der "Kindergarten" der Liga. "Junge Wilde" wie die Liedtke-Brüder Cezary und Damian sorgen mit ihrem kreativen Potenzial für ein erfrischendes Spiel nach vorne, das allerdings gleichwohl risikobehaftet ist. "Soll ich so guten Fußballern etwa sagen, dass sie nicht mehr offensiv spielen sollen? Das ist nicht meine Philosophie", nimmt Schlebach "lieber einmal in Kauf, dass es wie beim 0:5 gegen Wattenscheid, in die Hose geht als hinten drin zu stehen."

Vom Mittelfeld entsprechend in Szene gesetzt, hat sich der Hasseler Sturm zu einer unberechenbaren Angelegenheit entwickelt. "Im vergangenen Jahr hatten wir mit Salissou Emile einen absoluten Knipser, der allein 15 Mal getroffen hat. Nun wechseln sich die Angreifer schön mit dem Tore schießen ab", freut sich Schlebach über die Quote seiner Dreierspitze Sven Potthast (6), Burak Bahadir (5) und Tim Dosedahl (4).
Die Einkaufspolitik des seit einem Dreivierteljahr im Amt befindlichen Sportlichen Leiters Rüdiger Kürschners scheint zu fruchten.

Autor: hb

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