Das wird eine durchaus spannende Story, die sich im Essener Süden abspielt. Was macht die Clubführung, wenn sich das Team von ETB-Trainer Frank Kontny weiter so in der Spitzengruppe hält?

ETB: Erst Köln-Knaller, dann Mitgliederversammlung

Realistische Regionalliga-Zunkunft?

og
10. November 2007, 14:02 Uhr

Das wird eine durchaus spannende Story, die sich im Essener Süden abspielt. Was macht die Clubführung, wenn sich das Team von ETB-Trainer Frank Kontny weiter so in der Spitzengruppe hält? "Wir haben überhaupt nichts dagegen, unter den ersten zwei oder drei Mannschaften zu überwintern", erläutert Manager Toni Pointinger: "Von mir aus auch ganz oben."

Eine Aussage, die vor dem Knaller, der am kommenden Sonntag, 11. November, ab 14.30 Uhr am Uhlenkrug gegen die Zweitvertretung des 1.FC Köln abläuft, steht.
Es geht darum, den Verein zukünftig in der neuen Regionalliga zu haben, dafür muss der ETB am Ende der Spielzeit mindestens Vierter werden. "Aus dieser Geschichte wollen wir auch überhaupt nicht raus", legt sich Pointinger fest. Erläuterungen sollten auch am Dienstag, 13. November, im Clubhaus kommen, dann steht die Mitgliederversammlung an. Pointinger: "Wir ziehen alle an einem Strang: Vorstand, Trainer, Kader. Es wird bestimmt auf dieser Zusammenkunft auch eine Stellungnahme abgegeben." Wobei Pointinger immer betont, dass "der erste Schritt sportlich erfolgen muss". Den vollzieht das Team mit Kontny. Eine solche Aussage hört sich unterschwellig so an, als ob man hofft, dass es tabellarisch vielleicht doch nicht klappen könnte, sich das höherklassige Anspruchsdenken vielleicht von selbst erledigt. Klar ist auch, dass die Bosse nicht erst dann planen können, wenn eine Regionalliga-Quali feststeht. Pointinger: "Wir wissen, es wird richtig teuer, ich kenne die Auflagen des DFB. Ich war bei jeder wichtigen, dementsprechenden Sitzung dabei."
Logisch ist, der ehrwürdige Uhlenkrug entspricht in keinster Weise - höchstens das ein Rasen da ist - den Anforderungen, die auch bald in Richtung NRW-Liga erstellt werden. Beispielhafte Aspekte: Flutlicht, Sicherheit, Medienansprüche, Parkplätze. Pointinger: "Das muss alles ordentlich und korrekt ablaufen." Der Funktionär betont, schon ausgiebig mit dem zuständigen Sport- und Bäderamt der Stadt Essen gesprochen zu haben. Am 15. April 2008 muss der Antrag auf Regionalliga-Lizenzierung abgegeben werden. Pointinger: "Das muss alles geklärt sein, damit wir Geld nicht unnötig investieren." In der Tat kostet eine wirtschaftliche Testierung richtig Moneten. Der eine Ball landet bei Kontny und der Auswahl, der andere bei der Stadt, die "Macher" wollen den Pass in den eigenen Lauf haben. In wie weit ist der Club wirklich vorbereitet, sich in Gang zu setzen?
Eine Absage erklärt Pointinger im Vorfeld des 13. Novembers einem möglichen Aufsichtsratwirken von Hermann Schulz. Der Ex-Präsident von RW Obhausen und Bauunternehmer "ist ein Freund des Clubs, das wurde zurück gestellt". Klar ist für Pointinger, dass der 2. Vorsitzende Heinz Hofer dem ETB nicht nur als Amtsträger erhalten bleibt, sondern auch als Sponsor-Partner. Auch wenn sich beim Unternehmen KAHAGE die Besitzstrukturen veränderten (RS berichtete). Pointinger: "Er bleibt uns treu."

Autor: og

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