Sven-Göran Eriksson wird nach der Weltmeisterschaft nicht mehr englischer Nationaltrainer sein. Der Schwede wird nach Angaben des englischen Verbandes nach der Endrunde entlassen, egal wie weit die

WM wird Erikssons Abschiedsveranstaltung

23. Januar 2006, 23:02 Uhr

Sven-Göran Eriksson wird nach der Weltmeisterschaft nicht mehr englischer Nationaltrainer sein. Der Schwede wird nach Angaben des englischen Verbandes nach der Endrunde entlassen, egal wie weit die "Three Lions" kommen.

Vor wenigen Tagen hat Sven-Göran Eriksson seinen Abschied im Falle des Titelgewinns bei der Weltmeisterschaft angekündigt, nun hat der englische Verband seinerseits über die Zukunft des Schweden entschieden. Verbandsvertreter bestätigten am Montagabend Medienberichte, nach denen der Schwede nach der Endrunde in Deutschland (9. Juni bis 9. Juli) in jedem Falle entlassen wird.

Bereits am Nachmittag hatte das britische Massenblatt Sun auf seiner Internetseite getitelt: "Er wird gefeuert". Eriksson, der noch einen Vertrag bis 2008 besitzt, war am Montag von Verbandsvertretern sechs Stunden lang zu Korruptionsvorwürfen befragt worden, die er in einem inszenierten Gespräch mit der Tageszeitung "News of the world" erhoben haben soll.

Im Rahmen des "Vertragsgespräches" mit einem als Scheich verkleideten Journalisten soll Eriksson in der vergangenen Woche gesagt haben, drei Vereine der englischen Premier League seien in illegale Zahlungen bei Spieler-Transfers involviert. Die betroffenen Klubs wurden nicht namentlich genannt.

Eriksson zieht es zu Aston Villa

Zuvor hatte News of the world bereits öffentlich gemacht, dass der Schwede in dem Gespräch mit dem falschen Scheich den Wunsch nach einem Wechsel zu Aston Villa geäußert und Nationalspieler hart kritisiert habe. Daraufhin hatten Vereinsoffizielle und die Presse heftige Kritik am Verhalten des 57-Jährigen geäußert. Der Klub-Chef von Premier-League-Aufsteiger Wigan Athletic hatte bereits Erikssons sofortigen Rücktritt gefordert.

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