Das Kellerkind SC Verl ruft RW Essen zum Gastspiel am Samstag, 10. November (14 Uhr, Stadion an der Poststraße). Bis auf die Langzeitverletzten Mitja Schäfer, Stijn Haeldermans, Stefan Lorenz, Sercan Güvenisik sollen alle Kicker zur Debatte stehen. RWE-Trainer Heiko Bonan:

RWE: Verl soll am Samstag nicht Cottbus sein

Ordnung in "heißer Kiste"

Oliver Gerulat
08. November 2007, 16:06 Uhr

Das Kellerkind SC Verl ruft RW Essen zum Gastspiel am Samstag, 10. November (14 Uhr, Stadion an der Poststraße). Bis auf die Langzeitverletzten Mitja Schäfer, Stijn Haeldermans, Stefan Lorenz, Sercan Güvenisik sollen alle Kicker zur Debatte stehen. RWE-Trainer Heiko Bonan: "Auch beim Pokalspiel in Grevenbroich hat sich niemand wirklich verletzt."

Klar macht der Familienvater: "Ich will das 4:1 nicht überbewerten, aber ich habe stellenweise Selbstdarstellung gesehen, jeder wollte zeigen, wie gut er drauf ist." Das Resultat war - Bonan: "Die Ordnung litt, wir sind mit dem Landesligisten um die Wette gelaufen." Als das eingestellt wurde, war die Geschichte schnell klar. Bonan: "Auch das muss wieder ein Schritt für die Akteure sein, ständig wirklich die Struktur zu behalten, das muss zu 100 Prozent verinnerlicht werden. Ordnung macht alles einfacher." Ist gewissermaßen das halbe Leben.[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/005/086-5168_preview.jpeg RWE-Trainer Heiko Bonan. (Foto: firo)[/imgbox]

So soll das auch in Ostwestfalen sein. Der Ex-Profi: "Verl wird eine absolut heiße Kiste." Bonan selbst - der als gemeldeter Gütersloher Bürger dort eher wenig gut gelitten ist - war beim SC-Heimspiel gegen Magdeburg: "Das Match ist 0:1 ausgegangen, Verl rannte 90 Minuten an." Alles in einem engen Stadion, alles mit purer Atmosphäre, vor allen Dingen, wenn das Rund wie gegen RWE schick besetzt sein wird. Bonan: "Wir müssen den SC nicht erst im Mittelfeld kompakt stellen, denn dann wird für uns der Weg zum Tor selbst zu lang. Also müssen wir uns etwas einfallen lassen." Was in Richtung "forechecking" geht.

Bonan kündigt "einen Mittelweg" an, "meine Jungs haben doch gegen Dresden gezeigt, wie es gehen kann." Der 41-Jährige legt sich fest: "Es geht darum, selbst viel Druck zu entfachen, dann bin ich mir auch absolut sicher, dort etwas zu holen." Und nicht ein Pünktchen. "Nur der Dreier kann unser Ziel sein." Bislang holte der Gastgeber lediglich zwei Zähler auf eigenem Feld. Bonan: "Ich will nicht der Trainer sein, der den ersten SC-Sieg kommentieren soll." Der Gedanke zurück in Richtung Cottbus sei erlaubt, das damalige Schlusslicht gewann in Essen. Der Ex-DDR-Nationspieler warnt "vor Überheblichkeit, so was ist so gut wie eine Niederlage."

Die Vorbereitung stimmt, RWE wird bereits ab Freitag vor Ort sein, außerdem "wissen meine Akteure, was los ist." Auch die Aufstellung sollte keine große Überraschung sein. Bonan: "Ich bin kein Fan der Rotation, dafür haben wir zu wenige Pflichtmatches, Spieler kriegen das Vertrauen, auch wenn sie einmal nicht überzeugten. Das bringt Sicherheit." Bonan wartet auf die Impulse der internen Konkurrenz, die ihn aber "noch nicht ins Grübeln bringt", die Aufstellung zu ändern.

Autor: Oliver Gerulat

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