Langsam kristallisieren sich die Mannschaften heraus, die sich ernsthafte Abstiegssorgen machen müssen. Am bedrohlichsten sieht es zurzeit für den BV Langendreer 07 aus. Mit mickrigen fünf Zählern auf der Habenseite tragen die Bochumer die „Rote Laterne“ vor sich her. Daher versucht Trainer Dirk Boenig auch gar nicht erst in Zweckoptimismus zu machen, sondern wählt gewohnt offene Worte: „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in diesem Jahr den Weg in die Kreisliga A antreten müssen, liegt sicher bei über 90 Prozent. Uns hilft da nur ein kleines Fußballwunder.“

Bezirksliga 15: 14. Spieltag: Expertentipp von Dirk Boenig (Trainer BV Langendreer 07)

"Wir brauchen ein kleines Fußballwunder"

nh
08. November 2007, 14:31 Uhr

Langsam kristallisieren sich die Mannschaften heraus, die sich ernsthafte Abstiegssorgen machen müssen. Am bedrohlichsten sieht es zurzeit für den BV Langendreer 07 aus. Mit mickrigen fünf Zählern auf der Habenseite tragen die Bochumer die „Rote Laterne“ vor sich her. Daher versucht Trainer Dirk Boenig auch gar nicht erst in Zweckoptimismus zu machen, sondern wählt gewohnt offene Worte: „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in diesem Jahr den Weg in die Kreisliga A antreten müssen, liegt sicher bei über 90 Prozent. Uns hilft da nur ein kleines Fußballwunder.“

Allerdings sind die Ursachen für das bislang extrem schlechte Abschneiden offensichtlich. Besonders schwer wiegen Boenigs Meinung nach die andauernden, verletzungsbedingten Ausfälle: „Wir durchleben gerade eine sehr, sehr schwierige Situation. Bis zur Partie gegen TSK Herne waren wir eigentlich immer relativ nah dran – zwar nicht von den Ergebnissen her –, zumindest aber vom Spielverlauf. Und dann haben wir gleich vier schwere Verletzungen in einem Spiel zu beklagen“, merkt man ihm seine Verzweiflung deutlich an.

Da die personelle Decke bei den finanziell nicht gerade auf Rosen gebetteten Bochumer schon vorher sehr dünn war, sind solche Ausfälle natürlich nicht zu kompensieren. „Man muss sich einmal vorstellen: Ich spiele zurzeit mit zwei Manndeckern, die letztes Jahr noch Kreisliga B spielten und das in der A-Jugend“, ist Boenig sicher nicht um seinen Posten zu beneiden. So fallen die Vorgaben an seine Truppe dann auch bescheiden aus: „Wir gehen völlig ohne Druck in die Spiele. Wenn wir gut spielen und gewinnen: gut. Wenn wir gut spielen und verlieren: auch kein Beinbruch. Wir wollen einfach nur versuchen die Spiele enger zu gestalten.“

Autor: nh

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