Unerwartet, aber keinesfalls unverdient behielt der USC Heidelberg am Sonntag vor heimischer Kulisse mit 71:70 (40:37) die Oberhand über die SOBA Dragons Rhöndorf. Nach einer denkbar knappen Niederlage fällt es zumeist schwer die richtigen Worte zu finden. Der Dragons-Coach bildet die Ausnahme von der Regel: „Heidelberg hat mehr Herz und Intensität investiert“, räumte Olaf Stolz anerkennend ein. So betrachtet gehe der Sieg absolut in Ordnung. „Wir haben heute sicherlich nicht unsere beste Teamleistung abgeliefert und es in den entscheidenden Phasen auch einfach nicht clever genug agiert“, lautet sein nüchternes Fazit.

Pro A Liga: Dragons kassieren überraschend die zweite Saisonniederlage

USC Heidelberg vs. SOBA Dragons Rhöndorf 71:70

06. November 2007, 13:06 Uhr

Unerwartet, aber keinesfalls unverdient behielt der USC Heidelberg am Sonntag vor heimischer Kulisse mit 71:70 (40:37) die Oberhand über die SOBA Dragons Rhöndorf. Nach einer denkbar knappen Niederlage fällt es zumeist schwer die richtigen Worte zu finden. Der Dragons-Coach bildet die Ausnahme von der Regel: „Heidelberg hat mehr Herz und Intensität investiert“, räumte Olaf Stolz anerkennend ein. So betrachtet gehe der Sieg absolut in Ordnung. „Wir haben heute sicherlich nicht unsere beste Teamleistung abgeliefert und es in den entscheidenden Phasen auch einfach nicht clever genug agiert“, lautet sein nüchternes Fazit.

Zwei Schlüsselszenen in der Crunchtime belegen seine Kritik: Die erste passierte 1:23 Minuten vor Schluss, als die Dragons mit drei Punkten in Führung liegend (64:67) einen Offensiv-Rebound angelten. „Doch anstatt in aller Ruhe einen neuen Angriff zu starten und Zeit von der Spieluhr zu nehmen, wurde nach zwei Sekunden wieder auf den Korb geworfen“, monierte der Dragons-Coach. Zu Recht, denn der Versuch ging daneben und Heidelberg verkürzte den Rückstand im Gegenzug bis auf einen Zähler. Dabei blieb es, bis sich die Rhöndorfer 16 Sekunden vor dem Ende den zweiten und entscheidenden Fehler leisteten.

„Eigentlich wollten wir nicht mehr foulen ...“, sagte Olaf Stolz und zuckte mit den Schultern. Doch erstens kommt es anders und zweites als man denkt. Jedenfalls schickten die Dragons John Bynum nochmals an die Freiwurflinie und der US-Guard verwandelte beide Versuche sicher – gleichbedeutend mit dem 71:70-Sieg. Pikante Randnote: vorher hatte er nur einen von acht Freiwürfen versenkt!
[infobox-right]Rhöndorf (Pkt./3er): Krzyminski (11/1), Parker (16/3), Grosse, Rojik (16), Malbeck (6), Lange (2), Dlouhy (11/1), Harbut (8)

Heidelberg (Pkt./3er): Huber-Saffer (16), Stoll, Starr (19/3), Bynum (11), Jones (10/1), Nash (15/2)[/infobox]
Die Krone des Matchwinners gebührt John Bynum aber nicht alleine. Mindestens ebenso großen Anteil am Erfolg des USC hatte Peter Huber-Saffer. Rhöndorf lag nach gutem Start mit 10:2 (3“) vorne, als sich der Ex-Dragon fast jeden Rebound griff.

Vor allem die Offensiven brachten sein Team wertvolle Punkte und die Rheinländer aus dem Rhythmus. In der Endabrechung verbuchte Peter Huber-Saffer mit 16 Punkten und 14 Rebounds ein Double-Double der Extraklasse. „Gefühlsmäßig dachte ich, das der Gegner zur Halbzeit nicht nur acht sondern 16 Rebounds mehr auf dem Konto hätte“, erinnerte sich Olaf Stolz. Im dritten Viertel steigerten die Dragons die Intensität und kontrollierten die Bretter besser. „Es reichte auch um in Führung zu gehen, aber richtig weg kamen wir nicht“, so der Dragons-Coach. Und auch die Hoffnung, das die Hausherren mit zunehmender Spielzeit die Kräfte verlassen – Heidelberg setzte nur sechs Spieler ein! – erfüllte sich bekanntlich nicht.

Natürlich ist die Niederlage in Heidelberg ein ärgerlicher Dämpfer für die Dragons, dies auch Olaf Stolz so. „Von einer Katastrophe kann jedoch keine Rede sein“, betont der Cheftrainer. „Wir blicken nach vorne und bereiten uns ab morgen auf den nächsten Gegner vor.“ Und der heißt TV 1862 Langen und ist eine harte Nuss. Immerhin haben die Giraffen zuletzt Hagen mit 101:82 abgefertigt.

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