Bezirksliga 15: 8. Spieltag, Vorschau & Expertentipp

Kosel sieht Anzeichen für positiven Trend

29. September 2006, 13:03 Uhr

Nachdem der 7. Spieltag die Zuschauer und Fans mit dramatischen Spitzenspielen in seinen Bann gezogen hat, ist am kommenden Sonntag ein wenig Zeit zum durchschnaufen. Das heißt aber nicht, dass es zu langweiligen oder unattraktiven Paarungen kommt, nur fehlt eben das echte Spitzenspiel.

So avanciert der Auftritt vom Tabellenfünften, SG Lütgendortmund, beim Spitzenreiter VfB Habinghorst zur nominell interessantesten Partie. Beim VfB, der letzte Woche nach dem dramatischen Spiel gegen Arminia Marten erstmalig diese Saison den Platz nicht als Sieger verlassen konnte, bleibt abzuwarten, ob das bis dahin scheinbar unerschütterliche Selbstbewusstsein Schaden genommen hat. Sollte die Truppe vom Habichthorst nämlich nicht hundertprozentig konzentriert zu Werke gehen, könnte sie durchaus eine böse Überraschung erleben. Die SGL hat die letzten sechs Spiele allesamt nicht verloren und vergangene Woche mit dem SuS Merklinder bereits einer Castroper Mannschaft eine deftige Niederlage beigebracht.

Torjäger Daniel Wiegand bringt als Empfehlungsschreiben drei Treffer aus den letzten zwei Partien mit an den Habichthorst, so dass von den Habinghorstern vor allem in der Defensive Aufmerksamkeit gefordert ist.

Nach der schweren 0:7-Heimschlappe gegen Schwerin fährt der SV Yeni Genclikspor zur Wiedergutmachung zum Schlusslicht SC Osmanlispor. Bei den Dortmundern steht erstmals der neue Trainer Servet Pehlivan an der Seitenlinie. Das dürfte für zusätzliche Motivation beim Tabellen-Letzten sorgen und somit Hoffnung auf den ersten „Dreier“ machen.

Zum Nachbarschaftsduell kommt es Sonntag am Huckarder Bahndamm. Dort empfängt Landesliga-Absteiger Westfalia Huckarde den Tabellenvierten – und damit besten Dortmunder Vertreter in der Bezirksliga 15 – DJK SF Nette. Beide Mannschaften konnten zwar vergangenes Wochenende ihre Spiele gewinnen, überzeugten dabei allerdings nicht restlos.

Wichtige Punkte gegen den Abstieg sammeln ist für beide Mannschaften das erklärte Ziel bei der Paarung LFC Laer gegen BW Huckarde. Die Bochumer haben ihre letzten fünf Begegnungen verloren und stehen mit vier Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Grund zur Besorgnis sieht LFC-Trainer Stefan Kosel aber dennoch nicht: „Es scheint sich eine Zweiklassen-Gesellschaft zu entwickeln und es werden wohl sieben bis acht Mannschaften gegen den Abstieg kämpfen. Wir haben zwar die letzten Partien verloren, befinden uns aber auch in einer unglücklichen Phase, denn wir haben ständig neue Ausfälle zu beklagen. Gegen Kirchhörde haben wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und dann verletzten sich prompt wieder zwei Leistungsträger“.

Die einzige Begegnung bei der er personell aus dem Vollen schöpfen konnte, sei die knappe 2:3-Niederlage gegen den aktuellen Tabellenführer Habinghorst gewesen und „da hat die Mannschaft gezeigt was sie kann“, ist der Übungsleiter von der vorhandenen Qualität seiner Truppe überzeugt und hofft, „dass sich dieser zarte Trend aus der Partie gegen Kirchhörde am kommenden Sonntag fortsetzt“.

Den 8. Spieltag tippt Stefan Kosel (Trainer LFC Laer)

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