Nach Emden steht die nächste hohe Auswärtshürde für die Kleeblätter auf dem Programm. Nach dem 5:0 gegen Wolfsburg II fährt man allerdings mit einer breiten Brust nach Braunschweig. Coach Hans-Günter Bruns legt sich fest:

RWO: Delic drei Wochen weg, Kampf um die 18 Tickets

"Geht nur noch um die Leistung"

cb
03. November 2007, 09:05 Uhr

Nach Emden steht die nächste hohe Auswärtshürde für die Kleeblätter auf dem Programm. Nach dem 5:0 gegen Wolfsburg II fährt man allerdings mit einer breiten Brust nach Braunschweig. Coach Hans-Günter Bruns legt sich fest: "Super, wir haben nach der Niederlage gegen die Kickers sofort die Kurve bekommen. Meine Jungs haben ein hohes Maß an Moral."

Daher bleibt sich der Ex-Profi treu und lässt nach dem Sieg dieselbe Elf auflaufen, die auch die kleinen Wölfe vom Platz fegte. Und während die Siegerformation gestern eine Trainingseinheit absolvierte, ging es für den Rest des Kaders beim Test in Schalke (siehe nebenstehender Text) um die weiteren Plätze. Bruns: "Wir haben eine Konstellation, dass einer zu Hause bleiben muss. Daher war die Partie wichtig, um sich für die ersten 18 zu qualifizieren. Jetzt geht es nur noch um die Leistung."

Die man auch bei der Reserve bringen kann, zuletzt liefen Musa Celik, Monir Ibrahim, Timo Uster und Thomas Tennagels beim 4:2 gegen Walbeck auf. Bruns: "Es gab unnötige Gegentore, ich hatte gehofft, es geht zu Null aus. Aber bei der Bereitschaft gab es nichts zu bemängeln, genau so erwarte ich das auch." Voraussetzungen, die Tim Reichert, Marcel Stiepermann und Ahmet Delic immer noch nicht erfüllen können, alle verweilen im Lazarett. "Neuzugang" Delic etwa drei Wochen, da er an einer Entzündung in der Leistengegend laboriert.

Und somit kein Thema für Braunschweig ist, ein Gegner, den Bruns so einschätzt: "Die Truppe kann man nicht nach dem Tabellenstand bewerten. Mit der Besetzung gehören sie eigentlich zu den stärksten Teams, ich hatte sie unter den ersten fünf erwartet. Aber wenn man eine ganz neue Elf aufbaut, dann bleiben Probleme nicht aus." Bei den drei Beobachtungen werden sich die RWO-Verantwortlichen auch die dementsprechenden Notizen gemacht haben. Bruns: "Viele Schwächen gibt es nicht, aber es greifen noch immer nicht alle Rädchen ineinander."

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Dem Abstieg sollte der sofortige Wiederaufstieg folgen. Doch in Braunschweig kam alles anders. Denn die Möhlmann-Truppe legte runderneuert einen Alptraum-Start hin. Vier Pleiten in Serie brachten den Löwen nur die Floptitel nach den jeweiligen Spieltagen ein.

Jetzt scheint sich die Elf gefunden zu haben. Seit dem neunten Spieltag ging kein Match mehr den Bach hinunter, dennoch befindet man sich in der Heimtabelle nur auf Rang 15. Eine Situation, die RWO noch verschärfen will. In erster Linie hapert es bei der Eintracht in der Offensive, wo sich mit Torsten Oehrl zuletzt zumindest ein Knipser herauskristallisiert hat. Abseits des Angreifers wundert man sich, warum der Absteiger sich so schwer tut.

Denn mit Holger Wehlage, Dennis Brinkmann oder Sreto Ristic hat man echte Ligakaliber in seinen Reihen. Hinzu kommt mal eben ein Nationalspieler wie André Schembri, der in den kommenden Tagen wieder zur Nationalelf Albaniens reisen wird, um dort die EM-Quali-Partien gegen Griechenland und Norwegen zu bestreiten.

Autor: cb

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