In Schalkes schöner neuen und vor allem geheimnisvollen Welt ist seit diesem Sommer die ärztliche Schweigepflicht ein wichtiger Bestandteil der rätselhaften Aura, die den Verein umgibt. So kommt es, dass ein Spieler wie Markus Heppke verletzt ist, über die Art und Schwere der Blessur aber keinerlei Information zu bekommen ist.

Schalke II: Heppke bleibt der große Pechvogel

Erneute Schulter-OP

hb
02. November 2007, 11:54 Uhr

In Schalkes schöner neuen und vor allem geheimnisvollen Welt ist seit diesem Sommer die ärztliche Schweigepflicht ein wichtiger Bestandteil der rätselhaften Aura, die den Verein umgibt. So kommt es, dass ein Spieler wie Markus Heppke verletzt ist, über die Art und Schwere der Blessur aber keinerlei Information zu bekommen ist.

Der Jungprofi selbst windet sich im Gespräch mit RevierSport, wann und wie er denn wieder auf dem Platz stehen könne. "Das kann man nicht genau sagen, es kann in drei Wochen oder auch später sein", sagte Heppke. Andere Stimmen behaupten allerdings, dass er in diesem Jahr auf keinen Fall mehr spielen könne.

Im Training der Lizenzspieler ist er mit einem Kollegen zusammengekracht, seitdem ist an der linken Schulter etwas nicht in Ordnung. Heppke ist in Sachen Verletzungen ein gebranntes Kind, gerade was den sensiblen Bereich zwischen Oberarm und Hals angeht. Bereits zwei Mal in seiner noch jungen Karriere brach sich "Heppi" die Schulter, fiel mit gut gegipsten Gelenken insgesamt über ein Jahr lang aus. "Danach hatte ich immer Erfolg", bemüht sich der 21-Jährige, dem erneuten Rückschlag etwas Positives abzugewinnen.

Er hat Recht, die Verantwortlichen im Verein glaubten an ihr fußballerisches Talent und gab ihm einen Profivertrag. Nach einem Jahr in der Oberliga-Reserve feierte der gebürtige Essener, der seit 1999 in Königsblau kickt, in Cottbus seine Bundesliga-Premiere. Nur gut eine Minute auf dem Platz, wäre ihm mit einem listigen Heber fast auch gleich das Tordebüt gelungen. Wenn die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka am heutigen Donnerstag abermals zum Bundesliga-Match am Freitagabend in der Lausitz aufbricht, kann Heppke nur davon träumen bald wieder mal dabei sein zu dürfen. "Ich bin leider einer der größten Pechvögel im Profikader", könnte der Angreifer gut darauf verzichten, Christian Pander in dieser Kategorie abzulösen.

Vorerst trägt er seinen Arm mal wieder in einer Schiene, muss sich in der Reha fithalten. So droht eines der hoffnungsvollsten Schalker Talente in der Versenkung zu verschwinden, ohne dass es bisher in der großen, weiten Fußball-Welt richtig wahrgenommen wurde.

Autor: hb

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