Er war schon als der rechtmäßige Nachfolger Lincolns gefeiert worden und muss nun sein erstes kleines Wellental durchschreiten. Ivan Rakitic, der reifste 19-Jährige, den Schalke bisher in seinen Reihen hatte, ist binnen weniger Wochen vom hoffnungsvollen Regisseur der Königsblauen zum frustrierten Bankdrücker geworden.

Schalke: Rakitic selbstkritisch, aber im Kopf stark

"Läuft nicht rund"

hb
02. November 2007, 08:41 Uhr

Er war schon als der rechtmäßige Nachfolger Lincolns gefeiert worden und muss nun sein erstes kleines Wellental durchschreiten. Ivan Rakitic, der reifste 19-Jährige, den Schalke bisher in seinen Reihen hatte, ist binnen weniger Wochen vom hoffnungsvollen Regisseur der Königsblauen zum frustrierten Bankdrücker geworden.

"Für mich läuft es im Moment nicht rund", weiß der Neuzugang aus Basel. "Ich bin selbstkritisch genug, dass ich weiß, dass ich besser spielen kann als am Dienstag. Aber es ist für mich auch keine leichte Situation", gibt Rakitic gerne zu. "Ich habe mich vor der Spielpause nicht müde gefühlt und bei der Nationalmannschaft gute Spiele gemacht. Dann kam ich zurück und saß plötzlich draußen", wundert sich der Blondschopf schon ein wenig darüber, was zwischen der zugegebenermaßen enttäuschenden Vorstellung gegen Karlsruhe und dem erst 14 Tage darauf folgenden Spiel in Rostock passiert sein möge.

Die Erklärung ist nicht so schwierig. Während er mit Kroatien um Punkte für die Euro-Qualifikation sowie zur Freundschaft gegen die Slowakei kickte, empfahl sich Carlos Grossmüller vehement für eine erstmalige Berufung in die Schalker Startelf. "Eigentlich bin ich im Kopf stark genug, um das zu verarbeiten. Trotzdem ist es nicht leicht damit umzugehen", betont Rakitic. "Umso enttäuschter bin ich über mich, dass ich am Dienstag nicht besser gespielt habe. Nach drei Partien durfte ich wieder ran und habe eine Chance von Beginn an bekommen. Diese hätte ich auf eine bessere Art nutzen müssen, um meine Ansprüche zu untermauern."

Ob er in Cottbus erneut von Beginn an ran darf, muss bezweifelt werden. Grossmüller hat trotz seiner Eigensinnigkeit vor dem Tor bewiesen, dass er momentan die Spielmacherrolle besser ausfüllen kann als Rakitic. Beide zusammen im Mittelfeld, das ging gegen Hannover überhaupt nicht gut und dürfte für die nähere Zukunft keine Option sein.

Autor: hb

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