Nach einem Jahr als Chef an der Linie von Westfalia Bochum war am vergangenen Sonntag Schluss für Michael Märtin. Mit zwei Punkten aus elf Spielen konnte der Trainer des Tabellenletzten nicht zufrieden sein und zog letztlich selbst die Reißleine. Sein Entschluss sorgte für einige Überraschung im Lager der Westfalia, wurde jedoch vom Vorstand und der Mannschaft akzeptiert. Mit der kurzfristigen und überraschenden Entscheidung bleibt den Westfalen jetzt allerdings nicht sehr viel Zeit, sich um einen neuen Mann an der Außenlinie zu bemühen.

Westfalia Bochum nach neunter Niederlage ohne Trainer

Überraschender Rücktritt von Michael Märtin

Fabian Weitkämper
31. Oktober 2007, 11:22 Uhr

Nach einem Jahr als Chef an der Linie von Westfalia Bochum war am vergangenen Sonntag Schluss für Michael Märtin. Mit zwei Punkten aus elf Spielen konnte der Trainer des Tabellenletzten nicht zufrieden sein und zog letztlich selbst die Reißleine. Sein Entschluss sorgte für einige Überraschung im Lager der Westfalia, wurde jedoch vom Vorstand und der Mannschaft akzeptiert. Mit der kurzfristigen und überraschenden Entscheidung bleibt den Westfalen jetzt allerdings nicht sehr viel Zeit, sich um einen neuen Mann an der Außenlinie zu bemühen.

Doch Vorsitzender Jürgen Kaiser möchte in der Trainerangelegenheit auch nichts überstürzen: „Wir haben diese Woche einige Gespräche, konkret ist allerdings noch nichts. Wir wollen schließlich den richtigen Coach finden, um unser Ziel Klassenerhalt noch zu verwirklichen.“

Keine leichte Situation für die Verantwortlichen, hatte man zu diesem Zeitpunkt doch nicht damit gerechnet, sich nach einem neuen Trainer umsehen zu müssen. Denn von Vereinsseite „sei kein Druck auf den Trainer ausgeübt worden und die Entscheidung habe auch einzig und allein bei Michael Märtin selbst gelegen und mit der sportlichen Situation nichts zu tun“, versichert Kaiser.

Auch Märtin selbst sieht die Gründe des plötzlichen Rücktritts einzig bei sich: „Es waren persönliche Motive, die mich zu diesem Schritt bewogen haben. Die Truppe war und ist trotz der Niederlagen voll intakt und hat das Potenzial, sich in der Kreisliga A zu halten. Trotzdem habe ich mir meinen Entschluss reiflich überlegt und entschieden, dass ein neuer Mann vielleicht besser frischen Wind für das Ziel Klassenerhalt mitbringen könnte.“

Beim A-Ligisten sieht man indes auch keine Gefahr, dass die Elf nach dem Rücktritt auseinander brechen könnte, da „nach wie vor ein guter Zusammenhalt in der Truppe herrscht und alle gemeinsam mit einem neuen Trainer das Saisonziel erreichen wollen,“ glaubt Kaiser an seine Jungs.

Autor: Fabian Weitkämper

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