Cottbus hin, Trainer-Karussell her – ab sofort zählt für Wuppertal nur noch der DFB-Pokal. Und da richtet sich der Blick schon nach Berlin, obwohl erst die zweite Hauptrunde ansteht. Wenn der WSV am heutigen Dienstag (19 Uhr) Hertha BSC empfängt, wird das Stadion am Zoo mit 16.000 Zuschauern voll besetzt sein. „Der ein oder andere hat schon höherklassig gekickt und kennt das Gefühl vor einer großen Kulisse zu spielen. Letztes Jahr in Düsseldorf haben wir vor 18.000 Leuten gezockt, so etwas muss beflügeln“, freut sich Manuel Bölstler auf das Duell mit dem Bundesligisten.

WSV: Vorfreude auf den Pokal-Hit gegen Hertha

„Rechnen fest damit, dass wir gewinnen“

gri
30. Oktober 2007, 09:13 Uhr

Cottbus hin, Trainer-Karussell her – ab sofort zählt für Wuppertal nur noch der DFB-Pokal. Und da richtet sich der Blick schon nach Berlin, obwohl erst die zweite Hauptrunde ansteht. Wenn der WSV am heutigen Dienstag (19 Uhr) Hertha BSC empfängt, wird das Stadion am Zoo mit 16.000 Zuschauern voll besetzt sein. „Der ein oder andere hat schon höherklassig gekickt und kennt das Gefühl vor einer großen Kulisse zu spielen. Letztes Jahr in Düsseldorf haben wir vor 18.000 Leuten gezockt, so etwas muss beflügeln“, freut sich Manuel Bölstler auf das Duell mit dem Bundesligisten.

Dem Umfeld der Bergischen scheint es ähnlich zu gehen, im Vorverkauf wurde bereits eine fünfstellige Ticket-Zahl abgesetzt. Wer sicher dabei sein will, sollte sich nicht erst an der Abendkasse um Karten bemühen. „Das ist gut fürs Image und auch ein finanzielles Zubrot“, bemerkt Co-Train

er Joachim Hopp. Der Assistent beobachtete den Gegner auf Schalke und gegen Bochum, tauschte sich zudem mit den Verantwortlichen seines Ex-Clubs MSV Duisburg aus. Die Vorbereitung auf den Schlager verläuft akribisch, dennoch stellt Präsident Friedhelm Runge fest: „Gegen den Hauptstadt-Club zu spielen, ist etwas besonderes. Aber das wird nichts unser gesamtes System für den Aufstieg durcheinander bringen.“

Trotzdem ist auch ihm klar, dass man neben Rot-Weiss Essen und Bremen II der letzte verbliebene Underdog im Wettbewerb ist. Das sorgt beinahe automatisch für ein erhöhtes Medien-Interesse. „Wenn wir das Spiel gewinnen könnten, gäbe es große Beträge aus dem DFB-Topf, das könnten wir als Verein natürlich gut gebrauchen“, erklärt der Funktionär, der dann sogar auf eine Live-Übertragung im Fernsehen hoffen könnte. „Das ist auch eine Möglichkeit für den Verein und die Akteure sich zu zeigen, so etwas wäre eine klasse Plattform“, betont Bölstler.

Aber ist ein Weiterkommen gegen den Favoriten überhaupt realistisch? „Wir haben überhaupt keine Chance gegen die Hertha, das wäre vermessen. Sie sind Erstligist, spielen einen sehr guten Fußball und waren bis vor kurzem drauf und dran, Tabellenführer zu werden. Aber wenn die Berliner uns doch eine Chance lassen, müssen wir bereit sein sie zu nutzen. Das ist unsere Parole“, stellt Trainer Wolfgang Jerat fest. Und Bölstler legt noch einen drauf: „Gegen Berlin ist alles möglich. Wir rechnen fest damit, dass wir gewinnen. Die Berliner haben Klasse, das ist keine Frage. Aber sie haben auch ihre schlechte Phasen, und die werden sie hoffentlich wieder gegen uns haben.“

Autor: gri

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