Gegen Wolfsburg II war es der Tag des Mike Terranova. Das Kämpferherz wirbelte über beide Flügel, war an fast allen Aktionen beteiligt. Ob als einleitende Person, als direkter Vorbereiter oder als Vollstrecker. Fast sah es so aus, als ob der Ex-Wattenscheider sogar mit dem Kopf erfolgreich war. Aber

RWO: Einleitend, vorbereitend, vollstreckend

Der Tag des Mike Terranova

cb
29. Oktober 2007, 17:56 Uhr

Gegen Wolfsburg II war es der Tag des Mike Terranova. Das Kämpferherz wirbelte über beide Flügel, war an fast allen Aktionen beteiligt. Ob als einleitende Person, als direkter Vorbereiter oder als Vollstrecker. Fast sah es so aus, als ob der Ex-Wattenscheider sogar mit dem Kopf erfolgreich war. Aber "Terra" betonte: "Es war halb Hand und halb Schulter, auf jeden Fall aber regulär. Kompliment an den Schiedsrichter, manche sind so kleinlich und pfeifen Handspiel, obwohl ich mit der Schulter in Richtung Ball gehe."

Abseits der eigenen Leistung bilanzierte der bisher sechsfache Torschütze: "Wir hätten sogar noch mehr Dinger machen können. Aber wir sind natürlich sehr zufrieden, jetzt haben wir ein schönes Wochenende." Auch, weil Terranova in einer entscheidenden Szene einfach geistig schneller war als der ganze Rest der Wölfe. So leitete er blitzschnell das 1:0 ein. Seine Erklärung: "Das ist typisch Amateurtruppe. Die schlafen dann und diskutieren weiter. Zudem macht das Marcel Landers natürlich auch Weltklasse und bedient Julian Lüttmann."

Und am Ende sah man etwas ganz Außergewöhnliches. Wo der Sturmführer sonst mit allen Tricks versucht, Vorteile für die eigene Elf herauszuholen, gab es kurz vor Schluss einen gefühlvollen Schulterklopfer für den Assistenten Lutz Rosenkranz. Terranova cool: "Man führt 5:0, wenn man dann noch eine Karte kriegt, ist das einfach unnötig, da muss man sich clever verhalten, auch wenn eine Entscheidung nicht richtig getroffen wurde."

Was gestern wirklich egal war, denn das Match war früh entschieden. Auch wegen der Leistung des Routiniers, der nach einer wochenlangen Pechsträhne mittlerweile seit mehreren Partien permanent gute Leistungen abruft: "Ich gebe einfach alles, dann fallen automatisch die Tore. Ich muss auch gar nicht immer treffen. Wenn ich einen auflege, bin ich auch zufrieden. Denn sicher ist: Steht einer besser, kriegt er die Kugel. Ich mag es nur nicht, wenn alle schreien. Ist einer frei, sehe ich das, sonst mache ich ihn selber." Gegen Wolfsburg gleich doppelt, daher der Schlussatz von Bruns: "Terra ist ein echter Wühler, der ist für jeden Gegner schwer zu stoppen."

Autor: cb

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren