Mit vielen Fragezeichen ging die SpVg. Bönen nach dem Abstieg aus der Landesliga in die Saison. Nach etwas mehr als einem Drittel der Spielzeit beantwortete das neu formierte Team die meisten Fragen positiv. Die Spielvereinigung hat seit dem vierten Spieltag nicht mehr verloren, liegt aktuell auf Rang vier und könnte bei sieben Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Weddinghofen durchaus noch in das Rennen um den Aufstieg eingreifen. Trainer André Kracker analysiert im Gespräch mit RevierSport online die Gründe für den Aufschwung.

Bezirksliga 8: Im Interview: André Kracker (Trainer SpVg. Bönen)

"Selbstvertrauen kann man nicht trainieren"

Felix Guth
26. Oktober 2007, 12:25 Uhr

Mit vielen Fragezeichen ging die SpVg. Bönen nach dem Abstieg aus der Landesliga in die Saison. Nach etwas mehr als einem Drittel der Spielzeit beantwortete das neu formierte Team die meisten Fragen positiv. Die Spielvereinigung hat seit dem vierten Spieltag nicht mehr verloren, liegt aktuell auf Rang vier und könnte bei sieben Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Weddinghofen durchaus noch in das Rennen um den Aufstieg eingreifen. Trainer André Kracker analysiert im Gespräch mit RevierSport online die Gründe für den Aufschwung.

[i]Wie bewerten Sie den Verlauf der ersten elf Partien?[/i]

Ich bin sehr zufrieden mit dem Neuaufbau. Meine Prognose, dass wir es unter die ersten fünf schaffen können, scheint sich zu bewahrheiten. Das war nach der schwierigen Vorbereitung nicht zu erwarten. Wir kennen die Gründe für unsere beiden Saisonniederlagen. Das Spiel gegen Gurbet Spor kam zu früh, gegen den VfL Kamen haben wir ein unglückliches Tor kurz vor Schluss kassiert.

[i]Seit dieser Niederlage gegen Kamen ist das Team ungeschlagen. Was ist das Geheimnis?[/i]

Im Moment herrscht hier eine große Euphorie, die ich dem Team natürlich nicht nehmen will. Die junge Mannschaft entwickelt sich einfach richtig gut. Wir haben in jedem Match mindestens drei A-Jugendliche mit dabei, die ihre Chance nutzen. Hinzu kommt, dass wir taktisch sehr variabel sind. Gegen Wickede haben wir zum Beispiel mit dem 19-jährigen Kai Hutmacher als einzige Spitze agiert, beim 1:0 in Körne hat unser Spielmacher Recep Yildiz als Libero agiert. Ein weiterer Grund für unseren derzeitigen Erfolg ist auch die Lockerheit, die ich im Training zu vermitteln versuche. Allerdings haue ich auch dazwischen, wenn etwas nicht richtig läuft. Körperlich ist die Truppe in einem guten Zustand. Das Trainerteam mit mir und Uwe Scheunemann, einem ehemaligen Zweitliga-Spieler aus Meppen, harmoniert sehr gut.

[i]Wohin kann der Weg Ihrer Mannschaft in dieser Saison noch führen?[/i]

Ich sage der Elf immer wieder, dass sie alles schaffen kann und sich vor erfahrenen Gegner nicht bange machen braucht. Wie weit es noch nach oben geht, muss man abwarten. Wir wollen uns auf jeden Fall bis zur Winterpause im oberen Drittel halten und dann das Team noch einmal verstärken. Mit Samed Abdi von den SF Bockum steht bereits eine bezirksligaerfahrene Verstärkung für die Defensive fest. Außerdem bin ich mit einem routinierten Spielmacher in Gesprächen. Oliver Rothkamm nach seiner Verletzung und Björn Petruschke nach einer beruflichen Auszeit kehren wieder in den Kader zurück.

[i]Welche Vorteile hat Ihr Team gegenüber den anderen Aufstiegskandidaten?[/i]

Einige Clubs haben vor der Saison personell und finanziell ganz schön auf die Pauke gehauen. Aber der Teamgeist ist wichtig. Wir haben im Moment sehr viel Selbstvertrauen. Das kann man nicht trainieren.

Autor: Felix Guth

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