Der 1. FC Preußen Hochlarmark ist bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nach elf Spieltagen springt nur ein zwölfter Tabellenplatz in der Bezirksliga 12 heraus. Während am Ende der vergangenen Saison noch die Vize-Meisterschaft gefeiert wurde, befindet sich das Team von Trainer Marc Manderla in dieser Spielzeit im Umbruch. Die Bilanz nach den bisherigen Partien fällt bei Manderla durchwachsen aus:

Bezirksliga 12: Vize-Meister Preußen Hochlarmark konnte Abgänge nicht kompensieren

„Bezirksliga hat an Attraktivität verloren“

Desirée Kraczyk
26. Oktober 2007, 11:37 Uhr

Der 1. FC Preußen Hochlarmark ist bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Nach elf Spieltagen springt nur ein zwölfter Tabellenplatz in der Bezirksliga 12 heraus. Während am Ende der vergangenen Saison noch die Vize-Meisterschaft gefeiert wurde, befindet sich das Team von Trainer Marc Manderla in dieser Spielzeit im Umbruch. Die Bilanz nach den bisherigen Partien fällt bei Manderla durchwachsen aus:

„Von den ersten neun Begegnungen haben wir sieben nicht verloren. Es waren aber zu viele Unentschieden dabei und zuletzt gab es zwei deutliche Niederlagen.“ Eine Begründung für diesen Leistungsabbau, am Sonntag gab es eine 2:8-Pleite gegen SV Lippramsdorf, sieht er vor allem im Verletzungspech und berufsbedingten Ausfällen, so dass der Kader „ausgedünnt“ ist.

Der Aufstieg war am Ende der vergangenen Saison zum Greifen nahe, erst das Halbfinale der Relegationsrunde bedeutete die Endstation für Preußen Hochlarmark. Bei guten Leistungen wird aber auch die Konkurrenz aufmerksam, mit diesem Problem wurden die Verantwortlichen des Recklinghäuser Bezirksligisten konfrontiert. „Die anderen Vereine sind hellhörig geworden und Leistungsträger wie Adrian Stalka, der in der letzten Saison 20 Tore geschossen hat, Faruk Köse und Sebastian Stemmer haben die Chance wahrgenommen, höherklassig zu spielen“, erklärt Coach Manderla. Die so entstandenen Lücken wurden weitestgehend mit Jugendspielern gefüllt, zumal die finanziellen Möglichkeiten bei Preußen Hochlarmark begrenzt sind. Von daher ist auch die Enttäuschung über das bisherige Abschneiden nicht allzu ausgeprägt.

„Die Klubs müssen sich mit der Frage auseinander setzen, ob sich ein Aufstieg in die Landesliga rentieren würde“, führt Manderla an und ergänzt: „Interessant sind, auch in Hinblick auf die Zuschauer, die Derbys. Zuletzt hat die Bezirksliga 12 leider an Attraktivität verloren.“ Mit FC/JS Hillerheide und der Spielvereinigung 98/08 gibt es insgesamt nur drei Teams aus Recklinghausen. Als Überraschung der Saison nennt Manderla, der vor knapp zwei Jahren das Traineramt in Hochlarmark übernommen hat, den derzeitigen Tabellenführer Viktoria Resse. Hinter seinen Erwartungen zurückgeblieben ist dagegen VfB Hüls II. „Ich bin doch etwas verwundert, dass die Zweitvertretung des Verbandsligisten ganz unten steht“, erklärt der Liniechef.

Damit das Saisonziel, der sechste Tabellenplatz, noch erreicht wird, will sich Manderla in der Winterpause nach Verstärkungen umschauen: „Wir haben Akteure, die aufgrund langfristiger Verletzungen erst wieder Ende der Rückrunde auflaufen können. Außerdem muss der Konkurrenzkampf unter den Jungs belebt werden.“ Das Augenmerk bei der Suche soll dabei verstärkt auf Offensivkräfte gelegt werden. Am kommenden Sonntag muss Preußen Hochlarmark zum Aufsteiger VfL Drewer, keine leichte Aufgabe wie Manderla findet: „Die haben sich mit drei Spielern aus der Landesliga verstärkt. Der entscheidende Faktor wird die Tagesform sein.“

Autor: Desirée Kraczyk

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