Ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt wurde mit dem 2:1-Sieg der Duisburger in Cottbus gemacht. Der Weg zum Verbleib in der Bundesliga ist aber noch weit und lang. Schneller geht es vielleicht mit der offiziellen Vertragsverlängerung von Trainer Rudi Bommer. Nach der „Einigung per Handschlag“ Ende September kam es noch immer nicht zur Unterschrift. „Das ist aber nur noch eine Formalie.

MSV: Club-Boss hofft auch gegen den HSV auf das nötige Quäntchen Glück

Überraschung? Hellmich: „Warum nicht“

tt
26. Oktober 2007, 08:37 Uhr

Ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt wurde mit dem 2:1-Sieg der Duisburger in Cottbus gemacht. Der Weg zum Verbleib in der Bundesliga ist aber noch weit und lang. Schneller geht es vielleicht mit der offiziellen Vertragsverlängerung von Trainer Rudi Bommer. Nach der „Einigung per Handschlag“ Ende September kam es noch immer nicht zur Unterschrift. „Das ist aber nur noch eine Formalie.

Vielleicht geht es in dieser Woche über die Bühne“, versichert der 50-Jährige, der beim MSV einen Kontrakt bis 2010 – übrigens ohne Option und gültig für die erste und zweite Bundesliga – unterzeichnen soll. Das sieht auch Präsident Walter Hellmich so, der den Vertrag dem Aufsichtsrat zur schriftlichen Absegnung vorgelegt hat: „Wir sind ein Team, das in Zeiten der Niederlagen auch durch die Niederungen der Liga geht. Bei Siegen ist das genau umgekehrt. Er ist einfach ein Top-Typ, der zu uns passt. Wir wollen keinen anderen haben.“
RevierSport sprach vor der schweren Heimpartie gegen den HSV mit dem Club-Boss.
Walter Hellmich, Sie waren selbst in Cottbus. Wie schätzen Sie den Erfolg ein?
Vor der Partie haben viele von einem Sechs-Punkte-Spiel gesprochen, aber so weit würde ich nicht gehen. Das war ein enorm wichtiger Sieg für uns gegen einen Mitkonkurrenten um den Abstieg – gerade nach unserer Niederlagenserie und der personellen Pechsträhne mit den vielen Verletzten, die wir in den letzten Wochen zu verkraften hatten.

Ein verdienter Sieg?

Die erste Hälfte in Cottbus haben wir dominiert. Nach der Pause haben wir uns aber sehr schwer getan. Da war – nicht nur im Hinblick auf die Temperaturen – bis zum Ende zittern angesagt. Trotzdem waren wir über die 90 Minuten die klar bessere Elf.
Wie viele Steine sind Ihnen denn mit dem Abpfiff vom Herzen gefallen?

Jede Menge. Aber letztendlich sind wir endlich mal für das belohnt worden, was wir in den vergangenen Wochen gezeigt haben. Das war das erste Mal, dass dies nötige Quäntchen Glück endlich auch einmal auf unserer Seite stand. Das war mehr als verdient. Bis auf die Partie in Rostock, wo wir wirklich schlecht gespielt haben, konnten wir uns eigentlich keine Vorwürfe machen. Das Team hat immer gekämpft, gerackert – nur ohne zählbaren Erfolg. Trotz der Misere haben wir nie rumgejammert, sondern waren immer mit Spaß dabei und Eifer dabei. Der Spaßfaktor erhöht sich natürlich noch, wenn man sieht, dass Spieler wie Georges Ndoum ebenfalls hervorragend agiert haben.
Für eine so jungen Mann freut es mich umso mehr. Er hat eine super Partie abgeliefert, ganz ruhig gespielt und eigentlich alles richtig gemacht. Da gehören kleine Fehler einfach dazu, die ihm niemand übel nimmt.

Dennoch ist die fünfte gelbe Karte von Kapitän Ivo Grlic ein kleiner Wermutstropfen.

Das ist richtig. Er ist derzeit sehr gut drauf. Wie wichtig seine Standards sind, haben wir ja am Freitag gesehen. Gegen den HSV werden wir ihn schmerzlich vermissen. Aber ich kann mich nur wiederholen: Rumjammern hilft nichts. Blagoy Georgiev ist wieder zurück und mehr als nur eine Alternative, der diese Position ebenfalls perfekt ausfüllen kann. Ansonsten wird Trainer Rudi Bommer schon wieder das richtige Händchen haben.

Wie stehen denn die Chancen des MSV am Sonntag gegen Hamburg?

Der Sieg gegen Cottbus gibt Rückhalt für das HSV-Spiel. Warum sollen wir da nicht auch punkten? Gegen eine Spitzenmannschaft wie Werder Bremen haben wir auch ordentlich agiert und uns Chancen erarbeitet. Wir gehen diese Match wie jedes andere an, nämlich um zu gewinnen.

Autor: tt

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