Christoph Dabrowski atmet wieder leichter. Zwar schmerzt die angebrochene Rippe immer noch, doch wenn die nächsten Trainingseinheiten ebenso laufen wie die zu Wochenbeginn, dann wird der Mittelfeldspieler am Samstag in seiner Wahlheimat Berlin auflaufen. Im Alter von sechs Jahren kam er mit seiner Mutter aus Polen an die Spree und verrät heute:

Bochum: Dabrowski freut sich auf Besuch in der Heimat

"Ich bin ein Berliner"

gp
26. Oktober 2007, 08:34 Uhr

Christoph Dabrowski atmet wieder leichter. Zwar schmerzt die angebrochene Rippe immer noch, doch wenn die nächsten Trainingseinheiten ebenso laufen wie die zu Wochenbeginn, dann wird der Mittelfeldspieler am Samstag in seiner Wahlheimat Berlin auflaufen. Im Alter von sechs Jahren kam er mit seiner Mutter aus Polen an die Spree und verrät heute: "Die Zeit hat mich geprägt, ich bin ein Berliner, werde wohl nach meiner aktiven Laufbahn in die Hauptstadt zurückkehren."

Doch damit hört die Zuneigung auch schon auf. Dabrowski: "Ich will natürlich am Samstag mit meinen Kollegen punkten. Jetzt ein Sieg, das wäre der Befreiungsschlag zum richtigen Zeitpunkt."

Christoph Dabrowski schaffte in Berlin über den 1.FC Schöneberg und den Berliner FC Preußen den Sprung zu Hertha BSC. Dabrowski: "In der Saison 1994/95 habe ich ein Jahr in der A-Jugend von Hertha gespielt." Da stellt sich die Frage, warum nicht länger? Denn schon zu A-Juniorenzeiten hatte der Hüne sich bei den Scouts in Deutschland einen Namen gemacht. Dabrowski erinnert sich: "Bei Hertha herrschten damals in der zweiten Liga chaotische Verhältnisse. Da ging nichts vorwärts, im Gegenteil, da drohte eher schon die dritte Liga."

Als dann Werder Bremen anklopfte, hat "Dabro", wie er von seinen Teamkollegen genannt wird, nicht lange überlegt und bei Werder zugesagt: "Die einzig richtige Entscheidung. Schließlich bin ich dort Pokalsieger geworden, habe UEFA-Cup gespielt. Das war okay." Hat er denn überhaupt noch Verbindungen zur Hertha? Der Mittelfeldspieler: "Arne Friedrich ist ein enger Freund von mir, wir haben regelmäßig Kontakt." Ansonsten kennt er nur Jaroslav Drobny. Kein Wunder, mit dem hatte er zuletzt ein tolles halbes Jahr in Bochum.

Der gebürtige Pole ist sich über die derzeitige Situation im Klaren: "Nach Hertha spielen wir gegen fast alle Mannschaften, mit denen wir es im Abstiegskampf zu tun haben. Da werden Siege dann fast schon zu einem Muss." Auch wenn Dabrowski, was seinen Einsatz angeht, zurückhaltend ist, hofft er schon, dass Koller ihn sofort bringt: "Ich traue mir zu, dass es am Samstag schon wieder geht." Vielleicht beginnt Marcel Koller ja mit einer Berliner Doppel-Sechs. Da sich Daniel Imhof gestern im Training verletzte, ist die Variante mit dem anderen Berliner, Oliver Schröder, und Dabrowski die wahrscheinlichste.

Autor: gp

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