Wenn das Schicksal Pate steht. Ralf Kapuschenski hieß der Gewinner des Co-Reporter-Gewinnspiels in Zusammenarbeit mit dem Flughafen Dortmund. 50 Gründe hatte der Selmer in seiner Bewerbung aufgeführt, warum er der Glückliche sein sollte, der die Königsblauen zum Champions League-Spiel beim FC Chelsea begleiten darf. Die Mühe hat sich gelohnt.

Dortmund Airport Co-Reporter Ralf Kapuschenski in London

„Einfach überwältigend“

25. Oktober 2007, 09:56 Uhr

Wenn das Schicksal Pate steht. Ralf Kapuschenski hieß der Gewinner des Co-Reporter-Gewinnspiels in Zusammenarbeit mit dem Flughafen Dortmund. 50 Gründe hatte der Selmer in seiner Bewerbung aufgeführt, warum er der Glückliche sein sollte, der die Königsblauen zum Champions League-Spiel beim FC Chelsea begleiten darf. Die Mühe hat sich gelohnt.

Um Punkt sieben Uhr in der Früh startete Kapuschenski gestern mit dem Easy Jet-Flug 4951 vom Dortmunder Airport zu einem zweitägigen Trip Richtung London. Nach dem Einchecken im Vier-Sterne Hotel Quality Crown Kensington zog es den 42-Jährigen sofort in die historische Mitte der englischen Hauptstadt. Und das hatte seinen Grund. Denn obwohl Kapuschenski bereits seit seinem 14. Lebensjahr glühender Anhänger der „Knappen“ ist, hat er seinen Verein noch nie ins Ausland begleiten können. „Einfach überwältigend“, lauteten seine ersten Eindrücke von der Millionenstadt.

„Als ich erfahren habe, dass ich beim Gewinnspiel gewonnen habe, hatte ich Tränen in den Augen. Für mich fielen Ostern und Weihnachten zusammen. Ich bin Schalker durch und durch, laufe ständig, selbst im Dienst bei der Stadt Lünen nur in Schalke-Klamotten durch die Gegend, aber ich hatte einen schweren Start ins Leben. Für internationale Spiele fehlte mir einfach das Geld“, freute sich der Vater einer 14-jährigen Tochter deshalb umso mehr über die unerwartete Chance. Einmal, beim UEFA-CUP-Endspiel in Mailand vor zehn Jahren, da wäre es fast schon einmal soweit gewesen mit der lang ersehnten weiten Reise des „gemütlichen Familienmenschen“. Doch dann brannte der Vereinskassierer seines Fan-Clubs „Selmer Knappen“, mit der bereits eingesammelten Kohle durch. „Der saß in Italien mit meinem Geld im Stadion und ich zu Hause vor dem Fernseher“, erinnert sich Kapuschenski. Seit gestern kann er darüber lachen.

„Dafür werde ich euch bis an mein Lebensende dankbar sein“, leuchteten die Augen des 42-Jährigen wie die eines Kindes, als er am frühen Mittag am Picadilly Circus aus der Untergrundbahn ausstieg und die überdimensionalen grell leuchtenden Werbeschriften an der Regent Street entdeckte. „Unglaublich schön, auch die Doppeldecker kannte ich bisher nur aus den Englischbüchern in der Schule“, reihte er sich schnell in eine Traube Schalker ein, die für ein Erinnerungsfoto posierten. „Kniet nieder, ihr Bauern, Schalke ist zu Gast“, brachte die Gruppe den Engländern entgegen. Klingt irgendwie lustig, von einem Selmer in London. Wie Ralf Kapuschenski am Abend die Champions League-Partie an der Stamford Bridge und seinen zweiten Tag in der britischen Metropole erlebte, lesen Sie in unserer Sonntagsausgabe.

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