Es könnte zwar nur eine Momentaufnahme sein, aber am elften Spieltag hat BW Grümerbaum die Tabellenführung in der Gruppe 1 der Kreisliga A in Bochum übernommen. Ein Punkt Vorsprung vor dem Aufstiegsfavoriten Arminia ,aber auch ein Spiel mehr auf dem Konto. Wer hätte das im Umfeld der Blau-Weißen nach dem neunten Platz und 40 Punkten in der letzten Meisterschaftsrunde für möglich gehalten?

Grümerbaum ist die Überraschung der Bochumer Kreisliga A1

Spitzenreiter nach sechstem Sieg in Folge

Fabian Weitkämper
23. Oktober 2007, 16:02 Uhr

Es könnte zwar nur eine Momentaufnahme sein, aber am elften Spieltag hat BW Grümerbaum die Tabellenführung in der Gruppe 1 der Kreisliga A in Bochum übernommen. Ein Punkt Vorsprung vor dem Aufstiegsfavoriten Arminia ,aber auch ein Spiel mehr auf dem Konto. Wer hätte das im Umfeld der Blau-Weißen nach dem neunten Platz und 40 Punkten in der letzten Meisterschaftsrunde für möglich gehalten?

Doch der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Mit Markus Heidtmann wurde vor der Saison ein erfahrener Mann von der SpVgg. Gerthe an die Platzanlage Am Nordbad geholt, der der Mannschaft das nötige Selbstvertrauen gibt. Für Heidtmann ist es jedoch die erste Station als Trainer, besser gesagt als Spielertrainer. Die Doppelfunktion als Coach und Kicker scheint dabei jedoch nicht die schlechteste Lösung, denn Heidtmann hat in elf Partien bereits zehnmal getroffen.

Was das neu eingeflößte Selbstvertrauen und die mannschaftliche Geschlossenheit bewirken können, zeigt die aktuelle Entwicklung. Grümerbaum konnte zuletzt sechs Siege in Serie einfahren und somit durch den Patzer von Arminia mit nunmehr 27 Punkten auf Platz eins der Tabelle vorrücken. Für den Linienchef kommt das auch etwas überraschend: „Damit hätte ich vor der Saison auch nicht gerechnet. Wir haben zwar eine Truppe mit viel Potenzial, die sich größtenteils aus Eigengewächsen zusammensetzt, aber unser Ziel war vorher Platz fünf. Daran wird sich auch nichts ändern, da Arminia und Altenbochum favorisiert sind.“

Besonders auffällig ist momentan, dass, wie am letzten Wochenende, auch knappe und fast schon verlorengeglaubte Begegnungen wie gegen Markania Bochum noch gewonnen werden können, was besonders mit dem guten Teamgeist zusammenhängt. Nach 35 Minuten sah es für die Truppe von „Ede“ Heidtmann nämlich alles andere als gut aus, als Andreas Hermann die Gäste bereits mit 2:0 in Führung bringen konnte. Doch durch eisernen Willen und ein Ausrufezeichen des Spielertrainers in der 50. Minute fand Blau-Weiß zurück ins Match und glich bis zur 74. Minute aus. Endgültig drehen konnte der Gastgeber das Spiel dann durch den vielumjubelten 3:2-Siegtreffer durch den starken Andreas „Tischi“ Tischka.

Doch trotz der starken vergangenen Wochen gibt es für die Grümerbaumer keine Zeit zum Ausruhen. Bereits am Donnerstag müssen Heidtmann und seine Mannen im Pokal wieder voll konzentriert sein, wenn es gegen TuS Stockum geht. Doch der Pokal hat für den Coach nicht die Bedeutung wie der Ligabetrieb: „Es ist schön, sich auch im Pokal gut zu verkaufen, aber Priorität hat die Liga und dabei die 90 Minuten am Sonntag gegen Post. Wir hoffen, dass wir uns auch mal in einem solchen Topspiel beweisen können.“

Erst wenn er dort besteht, kann sich der Verein aus dem Bochumer Norden mit seiner jungen Truppe (Altersdurchschnitt von 21,3 Jahren) weiter nach oben orientieren und sich vielleicht in der Führungsgruppe festsetzen. Doch der Spielertrainer gibt zu bedenken, „dass seine Jungs noch viel lernen müssen und auch nach den letzten Erfolgen nicht abheben dürfen“, selbst dann nicht, wenn man in Altenbochum für die nächste Überraschung sorgen kann.

Autor: Fabian Weitkämper

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