Westfalia Herne hat auf dem Weg, sich professioneller aufzustellen, ein weiteres Etappenziel erreicht. Denn der SCW hat ab sofort einen prominenten Club an seiner Seite. Der FC Schalke 04 ist eine Patenschaft mit dem Nachbarn eingegangen.

Westfalia Herne: Patenschaft mit dem FC Schalke

"Ausländerhass muss aus Stadien verbannt werden"

21. Oktober 2007, 10:06 Uhr

Westfalia Herne hat auf dem Weg, sich professioneller aufzustellen, ein weiteres Etappenziel erreicht. Denn der SCW hat ab sofort einen prominenten Club an seiner Seite. Der FC Schalke 04 ist eine Patenschaft mit dem Nachbarn eingegangen. "Richtig", bestätigt Westfalia-"Boss" Ingo Paeske auf RevierSport-Anfrage.

Die Zusammenarbeit beinhaltet erst einmal die Kooperation mit dem Projekt "dem Ball is' egal, wer ihn tritt!". Diese Initiative hat sich den Kampf gegen Ausgrenzung, Rassismus und Intoleranz auf die Fahne geschrieben.

Den Kontakt stellte dabei der Ex-Schalker Yves Eigenrauch her. "Wir haben miteinander gesprochen und ich habe natürlich sofort zugesagt", freut sich Paeske und schiebt nach: "Es ist eine Ehre für uns, dass wir mit einem Verein wie Schalke kooperieren. Und das Ziel ist natürlich auch fantastisch." In Paeskes Augen ist es auch notwendig, dass "die Großen mit den Amateuren enger zusammenarbeiten, denn ansonsten hat man zwar oben das Problem der Ausländerfeindlichkeit in den Griff bekommen, aber nur nach unten verschoben. So können wir wirklich etwas erreichen, dass der Ausländerhass aus den Stadien verbannt wird". Paeske weiter: "Und gerade im Revier, in dem der Anteil der ausländischen Mitbürger besonders hoch ist, ist dieser Schritt unverzichtbar, um diese Problematik endlich zu reduzieren."

Damit die zuletzt eingetretene Verlagerung der Fremdenfeindlichkeit nun auch aus den unteren Klassen sowie dem Jugendbereich verbannt werden kann, haben sich dem Projekt auch noch der MSV Duisburg, VfL Bochum und der 1. FC Köln angeschlossen. Paeske: "Damit sind wir auf dem richtigen Weg."

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