Wenn am heutigen Sonntag der GSV Moers beim VfL Rhede zu Gast ist, knistert es in diesem Kellerduell gewaltig. Der Trainer der Grafschafter Horst Riege versucht die Euphorie nach dem ersten Saisonsieg zu bremsen:

GSV Moers: "Wir laufen der Musik noch hinterher"

Riege fordert Geduld

ds
20. Oktober 2007, 20:28 Uhr

Wenn am heutigen Sonntag der GSV Moers beim VfL Rhede zu Gast ist, knistert es in diesem Kellerduell gewaltig. Der Trainer der Grafschafter Horst Riege versucht die Euphorie nach dem ersten Saisonsieg zu bremsen: "Wir haben einen sehr jungen Kader. Sicher steckt dort viel Potenzial drin, aber die Jungs müssen sich erst noch finden."

Der Schwung der letzten Spielzeit wurde von Beginn an nicht genutzt. Die Mitaufsteiger Radevormwald und Düsseldorf-West haben es bisher besser gemacht und sich schon ein kleines Punktepolster zugelegt. Dem stimmt der 54-Jährige zu: "Wir laufen der Musik noch hinterher und müssen nun langsam Fahrt aufnehmen."

Das Training sieht der Ex-Profi als einen weiteren Knackpunkt der gegenwärtigen Situation: "Wir haben viele Akteure, die beruflich kurzfristig passen müssen. Wenn die Absagen dann sogar noch kurz vor den Partien kommen, ist das gleich doppelt schwer." Ein Zustand, der dem aktuellen Tabellenplatz gerecht wird. Sicherlich muss sich einiges ändern, wenn es nach oben gehen soll. "Der Kader hat die Qualität, er braucht lediglich noch etwas Zeit", nimmt der Coach seine Truppe in Schutz.

Doch die heutige Partie ist richtungsweisend. Denn in Rhede tritt der GSV bei einer Mannschaft an, die selber nur einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt ist. Wollen die Moerser aber den Anschluss nicht verlieren, ist ein Sieg unvermeidlich. Der Brisanz ist sich auch Riege bewusst. Seine Prognose ist entsprechend vorsichtig: "Das wird kein einfaches Ding für uns. Rhede ist besser als es der Tabellenplatz widerspiegelt. Ich schätze unsere Chancen fifty-fifty. Wichtig ist, dass wir uns gut verkaufen."

Autor: ds

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