Janis Hoffmann zählt bei der Hammer Spielvereinigung zu den absoluten Stammkräften, in bisher allen zwölf Partien der laufenden Saison war der 24-Jährige von Anfang an am Ball. Dass es dennoch bisher nicht zum ersten Treffer für seinen neuen Klub gereicht hat, ärgert ihn zwar, aber Hoffmann hat eine einleuchtende Erklärung für seine Zurückhaltung vor dem gegnerischen Kasten.

Hammer SPVG.: Hoffmann plant Wette mit Kollmeier

Chirurg noch mit stumpfem Messer

hb
19. Oktober 2007, 11:55 Uhr

Janis Hoffmann zählt bei der Hammer Spielvereinigung zu den absoluten Stammkräften, in bisher allen zwölf Partien der laufenden Saison war der 24-Jährige von Anfang an am Ball. Dass es dennoch bisher nicht zum ersten Treffer für seinen neuen Klub gereicht hat, ärgert ihn zwar, aber Hoffmann hat eine einleuchtende Erklärung für seine Zurückhaltung vor dem gegnerischen Kasten. "Ich halte mich wohl zu weit weg vom Tor auf und bin eher derjenige, der vorlegt", überlegt der Mittelfeld-Mann.

Im Sommer war er von Bielefelds Reserve ins Mahlberg-Stadion gewechselt. Am kommenden Sonntag führt ihn der Weg zurück in seine Heimatstadt, in der er immer noch lebt. "Dem Duell gegen die Arminia sehe ich ziemlich emotionsfrei entgegen. Ich habe zwar noch einen ganz guten Kontakt zu einigen meiner ehemaligen Mitspieler, aber da ich ohnehin jedes Match gewinnen will, bin ich nun nicht motivierter als sonst", meint Hoffmann.

Eine Freundschaft über den Fußball hinaus pflegt er insbesondere mit DSC II-Kapitän Frederic Kollmeier, der allerdings am Wochenende wegen einer Verletzung wohl nicht auf dem Platz stehen kann. Telefoniert wird auch regelmäßig mit Oliver Zech, Martin Werner und Nils-Christian Schmidt, eine Wette hat er aber mit bisher keinem laufen. "Das ist eine gute Idee, das mache ich vielleicht mit Freddy", hat Hoffmann an dem RevierSport-Vorschlag seine Freude.

Der Spaß steht bei ihm sowieso im Vordergrund, seit er seine Zelte 50 Kilometer weiter westwärts aufgeschlagen hat. "Ich bin in Hamm wirklich super aufgenommen worden, so habe ich das bisher in keinem anderen Verein erlebt", lobt der Blondschopf die Atmosphäre im Team und Klub.

Kein Wunder, hebt der gelungene Saisonstart doch die Stimmung in der Truppe von Trainer Thomas Stratos. Dass er mit der HSV nach einem Drittel der Spielzeit sogar vor den früheren Mannschaftskameraden steht, ist selbst für Hoffmann eine Überraschung. "Die haben sich ganz klar den Aufstieg in die Regionalliga zum Ziel und damit unter Druck gesetzt", weiß er um die Spannung in Bielefeld. "Wir dagegen haben schon mehr erreicht als erwartet, allerdings waren auch wir mit den vergangenen beiden Partien nicht zufrieden und wollen unsere positive Ausgangsposition nicht aus der Hand geben."

Auch am Sonntag muss Hoffmann zusammen mit Darius Duda, mit dem er eine Fahrgemeinschaft bildet und der vorher ebenso bei der Arminia-Reserve am Ball war, erst wieder über die A2 nach Hamm brettern, ehe es gemeinsam mit der HSV-Elf zum "Sportplatz Rußheide" geht.

Umziehen wird er vielleicht im nächsten Jahr. Hoffmann will Medizin studieren, da er kein Einser-Abi hat, muss er bis zum nächsten Semester im April 2008 warten, bis die ZVS ihm einen freien Studienplatz zugewiesen hat. "Bielefeld geht nicht, aber ich habe Münster als Wunsch-Standort angegeben", hofft der mit dem Schwerpunkt Chirurg kokettierende Hobby-Surfer, in Westfalen bleiben zu können. Bis dahin will er jobben und ein Pflege-Praktikum absolvieren. Hoffmann ist keiner der vielen jungen Amateur-Kicker, die voll und ganz auf die Karte Fußball setzen und ihre berufliche Perspektive vernachlässigen.

Autor: hb

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