Nach Niederlagen – davon hat Hamborn 07 in der laufenden Saison schon so manche bittere kassiert – ist Trainer Siegfried Sonntag üblicherweise nicht gut aufgelegt. Doch nach dem 0:2 im Match anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums gegen die MSV-Profis, konnte der Blondschopf sogar lachen und war zu Scherzen aufgelegt. Ailton? „Der würde bei mir nicht spielen“, feixt Sonntag, bevor ihm die eigenen Sturm-Probleme bewusst werden:

Hamborn 07: MSV-Schwung mitnehmen

„Ailton würde bei mir nicht spielen“

ag
18. Oktober 2007, 20:27 Uhr

Nach Niederlagen – davon hat Hamborn 07 in der laufenden Saison schon so manche bittere kassiert – ist Trainer Siegfried Sonntag üblicherweise nicht gut aufgelegt. Doch nach dem 0:2 im Match anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums gegen die MSV-Profis, konnte der Blondschopf sogar lachen und war zu Scherzen aufgelegt. Ailton? „Der würde bei mir nicht spielen“, feixt Sonntag, bevor ihm die eigenen Sturm-Probleme bewusst werden:

„Aber, wenn ich mir unsere Schwächen im Torabschluss anschaue?! Naja, dann doch.“ Selten war die Stimmung am Holtkamp so gut. „Warum auch nicht?!“, kontert der Löwen-Coach, „wir haben gut agiert, die Fehler der letzten Wochen in der Abwehr weitestgehend abstellen können. Dass in den letzten zehn Minuten die Kraft fehlte, wo wir auch die Gegentore kassieren, ist doch völlig normal.“

Große Freude auch bei Hans Herr, dem zweiten Vorsitzenden: „Mit knapp 2.000 Zuschauern liegen wir bei dem, was wir uns erhofft haben. Natürlich hätten es bei strahlendem Sonnenschein und gutem Rahmenprogramm auch mehr sein können, aber dennoch liegt der Erlös in einem guten vierstelligen Eurobereich.“

Doch die Partie soll sich nicht nur finanziell ausgezahlt haben. „Wir möchten natürlich diese Euphorie und die Stimmung vom Samstag mit in die Liga nehmen. Eigentlich sind gegen Adler Osterfeld drei Zähler ein Muss – vor allem, wenn man sich die Tabelle anschaut. Bei einer Niederlage wären es gleich sieben Punkte Abstand zum rettenden Ufer“, schiebt er nach.

Unter der Woche war für die Löwen-Spieler Regeneration und dosiertes Training angesagt, um für den kommenden Sonntag Kraft zu tanken. Den Gegner nahm der Coach am Wochenende bei der 1:2-Niederlage in Klosterhardt selbst unter die Lupe. „Nach diesem Ergebnis müssen wir punkten und den MSV-Schwung mitnehmen. Aus den nächsten beiden Partien brauchen wir alle sechs Zähler. Wir haben zwar keine so guten Einzelkönner wie die Oberhausener, aber mit unserer kämpferischen Einstellung ist auch alles möglich – das haben wir ja schon gegen TuB Bocholt gesehen“, ballt er die Faust, „vor allem, weil Osterfeld sehr lauffaul und nicht so aggressiv zu Werke ging. Wir werden aber am Sonntag ein anderes Gesicht sehen, zumal viele Ex-Hamborner in Reihen der Osterfelder auflaufen werden. Eigentlich kann die Devise nur heißen: Jungs geht raus und schlagt die Adler!“

Zwei Sturmspitzen und ein offensiver Mann dahinter sollen den Dreier bringen. Herr: „Sicherlich können wir nur hoffen und die Ärmel aufkrempeln, aber das Team hat genügend Potential, um dort unten aus dem kleinen Tal herauszukommen.“ Schluss-Satz von Siggi Sonntag: „Irgendwann kommt der Erfolg, weil hier alle mit anpacken. Da bin ich mir sicher.“ Gegen 17 Uhr wissen dann mehr...

Autor: ag

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