Die Kreisliga A im Kreis Oberhausen-Bottrop ist weiterhin auf der Suche nach ihrem Meister und damit auch nach dem Aufsteiger in die Bezirksliga.

Kreisliga A

Lirich kann Nutznießer im Punkte-Streit werden

Marco Hintermüller
11. Juni 2018, 18:07 Uhr
Foto: Thomas Gödde

Foto: Thomas Gödde

Die Kreisliga A im Kreis Oberhausen-Bottrop ist weiterhin auf der Suche nach ihrem Meister und damit auch nach dem Aufsteiger in die Bezirksliga.

Aktuell läuft die provisorische Relegation, in der die drei erstplatzierten Dostlukspor Bottrop, Arminia Lirich und FC Sterkrade 72 Platz eins untereinander ausspielen.

Zwei von drei Begegnungen sind bereits absolviert. Bereits vergangenen Mittwoch gewann Dostlukspor mit 1:0 bei Sterkrade. Am gestrigen Sonntag traten die Bottroper zu Hause gegen Arminia Lirich an und verloren mit 1:2. Damit hat es Lirich am Mittwoch (13.06., 19:30 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Sterkrade in der eigenen Hand, die Relegation für sich zu entscheiden.

Ansonsten haben wir das Spiel dominiert und hatten die besseren Gelegenheiten.
Christoph Tapinos

"Ich denke, wir haben im Großen und Ganzen verdient gewonnen", sagt Arminia Trainer Christoph Tapinos am Tag danach. "Der Gegner hatte nur ein bis zwei gute Chancen. Ansonsten haben wir das Spiel dominiert und hatten die besseren Gelegenheiten", begründet er seine Meinung. Dennoch mussten die Oberhausener lange warten, ehe sie das erste Mal jubeln durften. Erst in der 72. Minute traf Jeremy Ulrich zum 1:0 aus Sicht der Arminen. Der eingewechselte Benjamin Euskirchen legte fünf Minuten vor dem Ende das zweite Tor nach. In der der Nachspielzeit kam Dostlukspor durch einen Treffer von Spielertrainer Can Ucar noch einmal ran (90.+3).

Streit zwischen Dostlukspor und Sterkrade dauert weiter an

Was der Sieg am Ende für die Oberhausener wert sein wird, bleibt abzuwarten und wird auch nach dem letzten Spiel am Mittwoch noch nicht feststehen. Denn die Relegation findet nur statt, weil sich Dostlukspor und Sterkrade aktuell in einem Rechtsstreit um die Wertung des direkten Aufeinandertreffens im März befinden. Die Bottroper gewannen damals mit 3:1, sollen aber einen nicht spielberechtigten Akteur aufgestellt haben. Sollte die Partie nachträglich für Sterkrade gewertet werden, hätten alle drei Teams in der Endabrechnung 58 Punkte. Nur dann würden die Ergebnisse der Relegation greifen.

Lirich lässt sich von der ungeklärten Situation nicht verunsichern

Arminia Lirich könnte am Ende also als lachender Dritter aus dem Streit hervorgehen. Dass man aktuell noch nicht absehen kann, ob die zusätzlichen Spiele einen Wert haben, stört Tapinos nicht. "Wir müssen diese Begegnungen ja so oder so austragen. Für uns kann die Relegation eine große Chance sein. Deshalb wollen wir auch das zweite Spiel gewinnen", sagt der Trainer.

Sterkrade sieht er als einen harten Gegner an, immerhin spielte der FC die stärkste Hinrunde. Danach fielen sie aber in ein Loch, aus dem sie zum Ende wieder rausgeklettert sind. Seine Mannschaft will Tapinos auf Konzentration und Zielstrebigkeit besinnen. "Die Mischung aus beidem wird wichtig sein. Wir wollen voll auf Sieg spielen, nicht auf ein Unentschieden", gibt er die Marschrichtung für die eventuell entscheidende Partie vor.

Autor: Marco Hintermüller

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