Das ist bitter! Ausgerechnet im letzten, für den ASV Wuppertal so bedeutungslosen Spiel, Auftritt der Saison verletzte sich Issa Issa schwer - zumindest war dies die erste Diagnose.

Großes Glück im Unglück

Bezirksliga-Torjäger kann aufatmen

Krystian Wozniak
08. Juni 2018, 17:27 Uhr
Foto: privat

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Das ist bitter! Ausgerechnet im letzten, für den ASV Wuppertal so bedeutungslosen Spiel, Auftritt der Saison verletzte sich Issa Issa schwer - zumindest war dies die erste Diagnose.

Der Ausnahmekönner der Bezirksliga Niederrhein Gruppe 2 zog sich in Holsterhausen schon in der 8. Spielminute eine schwere Armverletzung zu und musste mit dem Rettungswagen ins Essener Uni-Klinikum gebracht werden. Erster Verdacht: Offener Bruch des Ellenbogens.

Die Wuppertaler und Essener Fußballszene stand kurz unter Schock. Den ehemaligen Profi und libanesischen Nationalspieler erreichten Unmengen von Genesungswünschen via WhatsApp und Facebook. Das Daumendrücken hat sich letztendlich gelohnt. Glücklicherweise konnten die Ärzte nach Richtung und Zurücksetzung des Ellenbogens weder einen Bruch noch einen Riss feststellen. "Ich bin darüber wirklich erleichtert. Nächste Woche bekomme ich einen Gips und eine Schiene an den Ellenbogen. Das dauert dann ein paar Wochen und dann bin ich wieder fit. Viel schlimmer wäre es, wenn da jetzt ein Bruch festgestellt worden wäre", atmet der 34-Jährige auf.

Issa Issa ergänzt: "Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Leuten bedanken. Viele, viele Menschen haben mir die Daumen gedrückt und mir geschrieben. Das ist einfach toll. Wir sind alle eine große Fußball-Familie. Für diesen Zusammenhalt danke ich den Leuten."

Bruder Aiman nimmt Torjägerkanone entgegen

Mit 35 Bezirksliga-Toren wurde Issa zum besten Torjäger in Wuppertal gekürt. Die Ehrung und Entgegennahme der Torjägerkanone nahm Issas Bruder Aiman Issa entgegen. "Ich habe mich darüber sehr gefreut. Ich lag ja noch im Krankenhaus und konnte bei der Ehrung nicht persönlich vor Ort sein. Diese Torjägerkanone ist auch ein Preis für die ganze Mannschaft. Die Zeit beim ASV Wuppertal war insgesamt sehr schön", sagt der Essener Junge.

Ab dem 1. Juli wird Issa Issa wieder in seiner Heimatstadt Essen auf Torejagd gehen. Ende April hatte der Familienvater dem VfB Frohnhausen seine Zusage gegeben. RevierSport hatte davon exklusiv berichtet.

Der VfB steht nach dem 3:0 Hinspiel-Sieg beim TuB Bocholt kurz vor dem Aufstieg in die Landesliga. Das Ergebnis erfreute auch den am Ellenbogen verletzten Neuzugang Issa Issa. "Das ist natürlich eine tolle Ausgangsposition. Jetzt muss der VfB zuhause noch einmal alles geben. Den Aufstieg wünsche ich dem Verein von Herzen und das sage ich nicht nur, weil ich nächstes Jahr in Frohnhausen spielen werde. Issam Said und die Leite drumherum leisten beim VfB seit Jahren tolle Arbeit. Jetzt wird diese hoffentlich mit dem Landesliga-Aufstieg belohnt", sagt Issa.

Autor: Krystian Wozniak

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