90 Minuten im Dress der Profis haben ihn richtig angefixt: Das Testspiel der Schalker Lizenzmannschaft gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV (3:1, RS berichtete) war für Marc Lorenz der richtige Anlass, um sich mehr von diesem Kick zu holen. Normalerweise ist der Linksverteidiger in der S04-Reserve am Ball, es ist schließlich sein erstes Jahr in den Fußball-Senioren. Doch wie jeder, der im Trikot der Königsblauen steckt und nicht ein passiver Fan ist, träumt auch Lorenz davon, irgendwann einmal in der Arena auflaufen zu dürfen.

Schalke II: Marc Lorenz träumt von der Profikarriere

Von Roxel in die Arena?

hb
17. Oktober 2007, 10:17 Uhr

90 Minuten im Dress der Profis haben ihn richtig angefixt: Das Testspiel der Schalker Lizenzmannschaft gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV (3:1, RS berichtete) war für Marc Lorenz der richtige Anlass, um sich mehr von diesem Kick zu holen. Normalerweise ist der Linksverteidiger in der S04-Reserve am Ball, es ist schließlich sein erstes Jahr in den Fußball-Senioren. Doch wie jeder, der im Trikot der Königsblauen steckt und nicht ein passiver Fan ist, träumt auch Lorenz davon, irgendwann einmal in der Arena auflaufen zu dürfen.

"Das Match hat mir sehr viel Spaß gemacht, obwohl ich zugeben muss, dass ich ganz schon nervös war, als ich da oben in der Kabine saß", gibt der Blondschopf zu. Erst vor einem Jahr kam der nunmehr 19 Lenze junge Verteidiger von Preußen Münster zu den Gelsenkirchenern. Seine vorherigen Stationen waren der BSV Roxel und der 1. FC Gievenbeck, nicht gerade die große weite Fußballwelt, sondern eher münsterländischer Dorfcharakter. Lorenz hat keine Probleme mit seiner Herkunft, schließlich hat er noch ein halbes Sportlerleben vor sich, wenn alles gut läuft. "Bisher bin ich sehr zufrieden. Ich habe mich in der zweiten Mannschaft sehr gut eingefunden, so kann es weitergehen", sagt der 1,89 Meter große und nur 69 Kilogramm schwere Defensive.

Zu leicht für die schweren Brocken in der höchsten deutschen Spielklasse? Rafinha, gegen Wuppertal Lorenz' Pendant auf der rechten Seite, bringt auch nicht mehr auf die Waage und muss sich in der übernächsten Woche mit Top-Stars wie Joe Cole, Didier Drogba und Michel Essien messen. Kein Problem, für den schmächtigen Brasilianer und noch nicht die Liga für den ebenso schmalen Lorenz. "Ich habe mich über die Einladung von Mirko Slomka für diesen Vergleich gefreut. Nun werde ich weiter täglich arbeiten, um vielleicht noch einmal so eine Chance zu bekommen", stünde er sofort bereit, sollte ihn Schalkes Coach irgendwann wieder aus Personalnot für ein Freundschaftsmatch benötigen. "Wenn man weiter nach oben will, kann man sich nur so empfehlen", weiß Lorenz.

Am kommenden Sonntag wartet der FC Gütersloh auf ihn und die Truppe von S04 II-Coach Mike Büskens. Kein Problem für Lorenz, der nicht den zweiten vor dem ersten Schritt machen will. Sein Vertrag bei den Knappen läuft allerdings im Juni 2008 aus. Schon aus diesem Grund muss er sich für eine weitere Anstellung auf Schalke aufdrängen.

Autor: hb

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