18.05.2018

Vogelheim landet Transfercoup

Ex-Bundesligaspieler kommt!

Foto: firo

Der Vogelheimer SV hat einen großen Transfercoup gelandet. Zur neuen Saison wird sich dem Essener Bezirksligisten ein ehemaliger Bundesligaprofi anschließen.

Der Vogelheimer SV, Tabellen-Dritter der Bezirksliga Niederrhein Staffel 3, konnte am Freitagmorgen die Verpflichtung von Predrag Stevanovic vermelden. Der 27-jährige gebürtige Essener absolvierte in der abgelaufenen Saison fünf Regionalligaspiele für die SG Wattenscheid 09.

Stevanovic, der in der Jugend von Rot-Weiss Essen und dem FC Schalke 04 ausgebildet wurde, hatte in der Vergangenheit großes Verletzungspech und wurde immer wieder zurückgeworfen. Auch in der abgelaufenen Saison stand er Wattenscheids Trainer Farat Toku oft nicht zur Verfügung. "Predrag ist ein feiner Fußballer und ein guter Junge. Leider hat er in seiner Karriere großes Verletzungspech gehabt. Ich hoffe, dass er noch einige Jahre schmerz- und verletzungsfreifrei Fußball spielen kann. Dafür drücke ich dem Jungen die Daumen", sagt Toku.

Stevanovic konnte vor allem im Juniorenbereich auf sich aufmerksam machen. Er spielte 17-mal für Serbiens U19-Nationalmannschaft und erzielte sogar sechs Tore. Im Januar 2011 wechselte er vom FC Schalke 04 zu Werder Bremen. Im Werder-Trikot absolviert Stevanovic sogar drei Bundesligaspiele. Gegen Wolfsburg stand er 13 Minuten auf dem Feld, gegen Dortmund drei Minuten und gegen Kaiserslautern durfte er sogar über 84 Minuten ran. Danach begann die Leidensgeschichte des Predrag Stevanovic. Es folgten: Ein Kreuzbandriss, zwei Außebandrisse im Knie, ein Innennebandriss und ständige Achillessehenprobleme. Er fiel mehr als 1000 Tage in seiner Karriere aufgrund von Verletzungen aus.

Stevanovic setzt ab sofort auf die berufliche Laufbahn

Nach erneuten Verletzungsproblemen in Wattenscheid wird Stevanovic ab Juli auf seine berufliche Laufbahn den Fokus legen. Und hier kommt dann auch der Vogelheimer SV ins Spiel. Die Verantwortlichen des Bezirksligisten konnten dem Ex-Profi eine Arbeitsstelle vermitteln. "Wir haben ein gutes Netzwerk und deshalb konnten wir diese Verpflichtung auch realisieren", erklärt Vogelheims Trainer Sascha Hense. Dass Stevanovic in der Vergangenheit oft verletzt war, macht Hense keine Sorgen: "Wir sprechen hier von Bezirks-, im besten Falle Landesliga. Da ist die Trainings-Intensität natürlich eine ganz andere als in der Regionalliga. Über Predrags Qualitäten brauchen wir nicht zu sprechen. Jeder weiß, was er kann. Er wird uns sehr helfen. Wir sind stolz darauf, dass so ein Spieler den Weg zum Vogelheimer Lichtenhorst gefunden hat."

Vogelheim muss auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen

Zwei Spieltage vor Schluss liegt Vogelheim jeweils einen Punkt hinter dem Spitzen-Duo Blau-Gelb Überruhr und SV Genc Osman Duisburg. "Wir müssen darauf hoffen, dass einer von beiden stolpert. Dass wir beide Spiele gewinnen müssen, ist klar", betont Hense. Der Meister wird in die Landesliga aufsteigen, der Vize darf in der Aufstiegsrelegation ran. Gegen die Landesliga hätte mit Sicherheit auch Predrag Stevanovic nichts einzuwenden.

Autor: Krystian Wozniak

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