Am Mittwochabend hat Hertha BSC Berlin die erste Finalteilnahme der Geschichte klargemacht. Im Endspiel treffen die Hauptstädter auf eine der besten Jugendmannschaften Deutschlands.

Hertha U19

Berechtigter Respekt vor Finalgegner Schalke

17. Mai 2018, 08:07 Uhr
Foto: firo

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Am Mittwochabend hat Hertha BSC Berlin die erste Finalteilnahme der Geschichte klargemacht. Im Endspiel treffen die Hauptstädter auf eine der besten Jugendmannschaften Deutschlands.

Wenn die A-Junioren von Schalke 04 am 27. Mai im Stadion Niederrhein in Oberhausen die U19 der Hertha empfangen, gehen die Königsblauen als vermeintlicher Favorit ins Spiel. Im insgesamt achten Endspiel peilen die Schalker den fünften Triumph der Vereinshistorie an, während die Berliner ihr Debüt im Kampf um die Krone feiern werden.

Dass die Hertha mit Borussia Dortmund den Meister der letzten beiden Spielzeiten im Halbfinale ausschalten konnte, sollte dennoch nicht außer Acht gelassen werden. Mit ihrem schnellen Kombinationsspiel haben die Berliner insbesondere im Halbfinal-Hinspiel für mächtig Furore gesorgt und den Titelverteidiger mit einem deutlichen 4:0 nach Hause geschickt. Dass Hertha-Trainer Michael Hartmann mit Arne Maier (17 Bundesligaspiele in der Saison 2017/2018) einen bereits gestandenen Profispieler von der Bank bringen konnte, spricht für die hohe Qualität des Berliner Nachwuchses. Denn mit Palko Dardai, Dennis Jastrzembski, Julius Kade, Muhamed Kiprit und Florian Baak gehörten fünf weitere Youngster zum Aufgebot gegen den BVB, die schon heute mit Profiverträgen ausgestattet sind.

S04 hat gute Erinnerungen an Berlin

Trotz aller Qualität der Hertha könnte nach zweijähriger Abstinenz der dritte Schalker Triumph binnen sieben Jahren folgen. Nicht zuletzt deshalb wird die Knappenschmiede als die wohl beste Nachwuchsabteilung im deutschen Elitefußball betitelt. Insbesondere Chef-Trainer Norbert Elgert und hervorgebrachte Weltstars wie Manuel Neuer, Mesut Özil oder Julian Draxler sind Beweis genug dafür, dass der Schalker Nachwuchs hierzulande eine Vormachtstellung genießt.

Diese Vormachtstellung werden die Königsblauen gegen Berlin einmal mehr untermauern wollen. Und: Mit der Knappenschmiede hat die Hertha im Jahr 2006 ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Nach einer 2:0-Halbfinalniederlage hatte die Elgert-Elf das Rückspiel mit 3:0 für sich entscheiden können und die Titelhoffnungen der Hertha jäh begraben. Schalke sicherte sich im anschließenden Finale gegen den FC Bayern den zweiten Titel der Geschichte. Im Kader damals: Ralf Fährmann, Benedikt Höwedes und Mesut Özil.

Berliner wissen um die Schalker Stärken

Im ersten Endspiel beider Mannschaften wird Schalke ein neues Kapitel schreiben und die positiven Erinnerungen gegen die Hertha mit dem fünften Titel aufrechterhalten wollen. Hertha-Kapitän Florian Krebs äußerte sich nach dem ersten Finaleinzug der Geschichte zum kommenden Gegner: "Ich habe das Halbfinal-Hinspiel gesehen, da haben sie ganz kompakt gestanden. Es wird ein schweres Spiel."

BSC-Trainer Michael Hartmann weiß, dass es gegen die Schalker nur mit einer hundertprozentigen Einstellung für die erste Meisterschaft der Berliner Historie langen könnte. "Ich hoffe, dass wir eine Topleistung hinlegen und dass es reicht", zeigte sich Hartmann nach der 1:3-Niederlage beim BVB demütig. Auf Norbert Elgert, seinen letzten Kontrahenten auf dem Weg Richtung Meisterschaft, angesprochen, bedurfte es keiner vielen Worte: "Die Arbeit, die Schalke im Nachwuchsbereich macht, und die Erfolge sprechen für sich." Fest steht: Mit den Königsblauen trifft ein echtes Schwergewicht auf die Hertha. Und dennoch dürfen sich die ambitionierten Jungprofis aus Berlin auf keinen Fall vor nimmermüden Schalkern verstecken.

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