Der SC Wiedenbrück 2000 hat nach der Trennung von Jürgen Gessat schnell reagiert, neuer Trainer ist Dieter Brei. Nur kurz wurde verhandelt, dann unterschrieb der 57-Jährige einen Vertrag bis Saisonende.

SC Wiedenbrück 2000: Brei ist Gessat-Nachfolger

Renker: "Der Name waberte schon immer im Hintergrund"

15. Oktober 2007, 18:21 Uhr

Der SC Wiedenbrück 2000 hat nach der Trennung von Jürgen Gessat schnell reagiert, neuer Trainer ist Dieter Brei. Nur kurz wurde verhandelt, dann unterschrieb der 57-Jährige einen Vertrag bis Saisonende. "Auf einmal ging es ganz schnell", betont der 1. Vorsitzende Dr. Michael Reinker. Sein Zusatz: "Dieter Brei ist kein Unbekannter in der Region, sein Name waberte schon immer im Hintergrund vor sich hin."

Zunächst als Berater, nun also als Linien-Chef. Worauf der Ex-Profi besonderen Wert liegt: "Ich habe mich nie um einen Job beworben, das ist einfach nicht meine Art." Das wäre angesichts des katastrophalen Saison-Starts allerdings auch gar nicht nötig gewesen, wie Reinker versichert: "Wir waren nie wirklich schwächer als unsere Gegner. Aber es bringt nichts, wenn man nur Lob vom Gegner und keine Punkte bekommt. Die Tabelle lügt nicht."

Tatsächlich beträgt der Rückstand auf Rang elf bereits neun Zähler. "Bis zur Winterpause wollen wir auf Schlagdistanz sein", formuliert der Funktionär. Ein Ziel, das Brei nach seinen Eindrücken aus den Partien gegen Gütersloh und Schermbeck durchaus als realistisch einstuft: "Die Mannschaft hat die Qualität in der Liga mitzuhalten. Die Probleme liegen offensichtlich im psychischen Bereich." Dort wird der Ex-Düsseldorfer den Hebel ansetzen, der die letzten vier Jahre als Manager des Golfclubs Gütersloh fungierte. "Ich habe nie gesagt, dass ich nicht zurück in den Fußball möchte. Und der Verein liegt ja fast vor meiner Haustür", lächelt der zweimalige DFB-Pokalsieger.

Auch im neuen Club wird er auf zwei alte Bekannte aus Essener und Verler Zeiten treffen: Christian Zodrow und Frank Scharpenberg. Den Letztgenannten beförderte er einst beim SCV aus der Reserve in die erste Mannschaft, nun nahm er ihm das Amt des Co-Trainers ab. "Ich sehe ihn in erster Linie als Spieler, da muss er nicht noch nebenbei Aufgaben übernehmen. So eine Doppel-Rolle ist ohnehin eine unglückliche Konstellation. Ich hatte das Gefühl, dass Frank nach der Entscheidung auch ein bisschen erleichtert war", argumentiert Brei.

Der SCW 2000 würde ihm einen Assistenten zur Verfügung stellen, ebenso wie neue Spieler. Doch der gebürtige Verler will nichts überstürzen. "Die Pause ist eine glückliche Fügung, so kann ich der Mannschaft zumindest ein bisschen meinen Stempel aufdrücken. Ob das reicht, um direkt Dominanz auszuüben, müssen wir abwarten. Aber wie wir die Punkte holen, ist zunächst auch nicht so wichtig. Hauptsache, sie kommen", formuliert Brei: "Wir müssen einfach den Anschluss halten."

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