Patrick Ziegler weiß aktuell nur zu genau, was er zu tun hat.

Speldorf: Platz elf ist "für uns klare Verpflichtung"

Ziegler: Profitraum bis 24

og
15. Oktober 2007, 18:12 Uhr

Patrick Ziegler weiß aktuell nur zu genau, was er zu tun hat. "Ich bin in täglicher Reha-Behandlung." Kein Wunder, der Faserriss in der linken Wade soll bald zu den Akten gelegt werden. "Drei bis vier Wochen soll das nach den Ärzten dauern, ich hoffe, ich schaffe das schneller", kündigt der 22-Jährige an.
Der Kicker kam vor der Spielzeit von der Zweitvertretung des VfL Bochum zum Blötter Weg, beim Reviernachbarn wollte er trotz noch laufenden Vertrages nicht weiter machen.

"Beim VfB fühle ich mich jetzt pudelwohl", erklärt die Mittelfeld-Option. Gebunden hat er sich an die Mülheimer bis Sommer 2008.

Coach Stefan Jansen bescheinigte dem Team einen deutlichen Aufwärtstrend. Ziegler möchte nicht wiedersprechen: "Natürlich wird es besser, wir hatten einige Neuzugänge, so was muss sich finden. Zuhause liefern wir auch gute Sachen ab, auswärts war das bisher noch nicht durchgehend der Fall. Darüber müssen wir nachdenken."

Weil es nach Ziegler eigentlich laufen muss, Qualität muss sich durchsetzen. "Wir haben doch einen prima Kader, richtig gute Einzelakteure sind auch dabei." So dass das Kollektiv funktionieren sollte, dazu darf auch Individualität glänzen. Der beidfüßige Offensiv-Allrounder: "Platz elf ist für uns klare Verpflichtung." Kein Wunder, alles was danach kommt, ist bitterer Abstieg, die Vorgabe heißt NRW-Liga.

Damit auch weiter geträumt werden kann. Ziegler macht aus seinen Gedanken kein Geheimnis: "Natürlich denkt man noch an eine Profikarriere." Allerdings nicht ewig. "Bis ich 24 Jahre alt werde, sollte das geklappt haben, sonst muss man sich umorientieren." Was er in den Anfängen schon macht, schließlich betreibt er zusammen mit seinem Bruder David (32) und seinem Onkel Christian ein Online-Unternehmen (FOLIX GmbH - Folien aller Art). "Mein Bruder hat mir geholfen, den Einstieg zu finden", erklärt Ziegler, "so was ist wichtig."

Kein Wunder, nach dem Realschulabschluss folgte bei ihm keine Berufsausbildung. "Die Schule habe ich immer etwas vernachlässigt", blickt Ziegler ehrlich zurück, "gut, dass ich jetzt diese Basis in der Hinterhand habe." Genau wie auch Freundin Adriane, die aktuell ein soziales Jahr absolviert und dann studiert. Der VfB muss jetzt schleunigst über den ominösen Tabellenstrich, dann kann der Akteur weiter behaupten: "Alles läuft."

Autor: og

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