Turbulente Woche beim BV Herne-Süd. Abwehrchef Robert Ayensu-Ayisi absolvierte bei der 0:2-Niederlage beim SV Horst Emscher 08 am siebten Oktober seine letzte Partie für den neuen Bezirksliga-Tabellenführer. Nachdem der bereits mit Oberliga- und Verbandsligaerfahrung versehene Abwehrchef wiederholt bei einem Gegentor patzte, musste er sich Kritik von seinem Trainer Ralf Schulz gefallen lassen.

BV Herne-Süd: Trainer Schulz über Ayensu-Ayisis "unprofessionelles Verhalten"

"Im Mannschaftssport muss man mit Kritik leben können"

15. Oktober 2007, 11:35 Uhr

Turbulente Woche beim BV Herne-Süd. Abwehrchef Robert Ayensu-Ayisi absolvierte bei der 0:2-Niederlage beim SV Horst Emscher 08 am siebten Oktober seine letzte Partie für den neuen Bezirksliga-Tabellenführer. Nachdem der bereits mit Oberliga- und Verbandsligaerfahrung versehene Abwehrchef wiederholt bei einem Gegentor patzte, musste er sich Kritik von seinem Trainer Ralf Schulz gefallen lassen.

„Nachdem ich später von der Presse auf das Tor angesprochen worden bin, habe ich es aus meiner Sicht beschrieben und der Fehler vom Robert war offensichtlich“, bemerkte der BV-Coach gegenüber RevierSport online und spielte damit auf den Ballverlust Ayensu-Ayisis an, der zum 1:0 für die Horster führte. „Wer bereits Verbands und Oberliga gespielt hat, muss auch mal mit Kritik leben können.“

Aber nicht nur die Leistungen des Abwehrchefs an den letzten Spieltagen konnten Schulz nicht zufrieden stellen, auch das Verhalten des Spielers sei nicht in Ordnung gewesen. „Robert hat überreagiert. Dass er direkt zur Presse gegangen ist finde ich sehr enttäuschend. Er hätte vorher das Gespräch mit mir suchen sollen“, betont der Trainer, der anmerkt, dass das Verhältnis zum Spieler vorher völlig in Ordnung gewesen sei.

Laut Schulz sei nicht nur er, sondern die gesamte Mannschaft, von Ayensu-Ayisis „unprofessionellem Verhalten“ enttäuscht und gleichermaßen überrascht gewesen. „Meine Kicker und ich sind uns einig: Roberts Reaktion war übertrieben.“

Der BV-Trainer ist sich sicher, dass auch nach dem Weggang Ayensu-Ayisis das Ziel Aufstieg nicht gefährdet ist. „Wir können den Verlust sportlich auf jeden Fall kompensieren“, gibt sich Schulz optimistisch. „Robert hätte aufgrund seiner letzten Leistungen bei der nächsten Begegnung sowieso nicht in der Startelf gestanden. Mein Kapitän Thomas Wiedenroth wird die Abwehr jetzt ordnen. Er ist ein ganz anderer Spielertyp, der der Defensive wieder Stabilität verleihen wird."

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