Auch wenn die Germania aus Gladbeck nach zwölf Spieltagen als bester Aufsteiger neben dem SV Schermbeck auf Platz acht der Tabelle rangiert, gibt es erneut Riesenunruhe im Verein. Die Ursache dafür ist das Gerücht, Trainer Guido Naumann würde kurz vor der Ablösung stehen. Sogar ein Nachfolger soll schon parat stehen, der einspringt, sollte gegen Wiedenbrück und Rheine nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden.

Gladbeck: Entlassungsgerüchte um Naumann

"Wenn ich hinschmeiße, eskaliert die Situation"

md
14. Oktober 2007, 18:25 Uhr

Auch wenn die Germania aus Gladbeck nach zwölf Spieltagen als bester Aufsteiger neben dem SV Schermbeck auf Platz acht der Tabelle rangiert, gibt es erneut Riesenunruhe im Verein. Die Ursache dafür ist das Gerücht, Trainer Guido Naumann würde kurz vor der Ablösung stehen. Sogar ein Nachfolger soll schon parat stehen, der einspringt, sollte gegen Wiedenbrück und Rheine nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt werden.

"Was ist das bitte für ein Gerücht? Wir hatten ganz normal Training, nachher wurde ich von einigen Rentner angehalten, die mich fragten, ob da etwas dran wäre. Dann würden sie nämlich nie wieder nach Gladbeck kommen. Sie haben sich darüber kaputt gelacht. Das ist doch ein totaler Witz", begegnet der 39-Jährige den Munkeleien gegenüer RS mit Trotz. Doch man spürt, dass ihn die Spekulationen alles andere als kalt lassen: "Sofort bin ich zu unserem Vorsitzenden Rolf Schobert gegangen und habe ihn gefragt, ob da was dran ist. Er war total überrascht, hatte selbst noch nichts davon gehört."

In der Tat erscheinen die Diskussionen unpassend, betrachtet man den bisherigen Saisonverlauf. Dieser verlief angesichts der Möglichkeiten zufriedenstellend. Es wäre aber sogar noch mehr als Platz acht drin gewesen, wie Naumann betont: "Wir hatten in den letzten drei Partien richtig viele Verletzte. Hätte ich den Kader voll, würde ich mir gar keine Gedanken machen, aber wenn sieben Stammkräfte ausfallen, können solche Situationen wie in der englischen Woche schon mal vorkommen." Dort gab es nur einen Punkt aus drei Spielen, dazu keinen eigenen Torerfolg. Gab das vielleicht den Anlass zu den Gerüchten um den Platz an der Seitenlinie?

Nein, es sieht für mich eher so aus, als würde jemand von außen versuchen, Unruhe in unseren Verein zu bringen. Die Leute in der Gegend hier kennen mich mittlerweile und wissen, wie ich reagiere“, ist sich der frühere Wattenscheider sicher und schiebt nach: „Das Ziel, das einige verfolgen, ist, Gladbeck kaputt zu machen. Die wissen, wenn ich hinschmeiße, eskaliert hier die Situation.“

Naumanns Ärger ist verständlich, angesichts der spielfreien Zeit, die er eigentlich dafür nutzen wollte, Ruhe reinzubringen und die Kicker auf die kommenden, wichtigen Aufgaben vorzubereiten. „Ich habe jeden Tag trainieren lassen, neue Dinge ausprobiert, wollte auch morgen im Pokal gegen SSV/FCA Rotthausen einigen Kickern, die bisher etwas hinten dran waren, Praxis geben“, versucht der Linienchef die Konzentration aufs Sportliche zu richten, schwenkt dann aber doch wieder auf die Geschehnisse außerhalb des Platzes: „Die Spieler fragen sich mittlerweile doch auch, ob hier alle einen am Brett haben. Ständig herrscht Unruhe.“

Autor: md

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