Für Tanja Schulte, Trainerin der SG Wattenscheid 09, steht ausdrücklich fest:

SGW-Frauen: Hinten dicht, dann Nadelstiche gegen Keeperin

Bollwerk und FCR-Bälle prügeln

og
13. Oktober 2007, 23:03 Uhr

Für Tanja Schulte, Trainerin der SG Wattenscheid 09, steht ausdrücklich fest: "Wir fürchten uns nicht, in Duisburg aufzulaufen." Tja, mit gewaltigem Respekt wird der Aufsteiger heute ab 11 Uhr im PCC-Stadion auf dem Feld stehen. "Natürlich erwartet keiner etwas von uns", legt sich Schulte fest, "man könnte jetzt sagen, wir versuchen, die Niederlage in Grenzen zu halten."

Alles ohne Kerstin Stegemann und Silke van den Berg, zwei Trümpfen, die defensiv absolut gestochen hätten. "Schon auf dem Staffeltag vor der Saison hatten wir den DFB angesprochen, über eine Verlegung des Spiels nachzudenken." Weil fest stand, dass Stegemann bei der Militär-WM sein würde. Schulte knurrig: "Am vergangenen Montag erhielten wir eine ablehnende Mitteilung." Tja, wenn der weltmeisterliche Verband so viel mit dem Turnier in China zu tun hat...

Abhaken, das ist die Pflicht. "Kein Geheimnis, wir werden heute extrem defensiv auftreten", lautet die Ankündigung der ehemaligen Stürmerin, die darauf baut, alles möglichst dicht zu halten, um dann vielleicht doch den einen oder anderen Nadelstich zu setzen. Schulte: "Auch wenn ich mir bestimmt durch eine solche Aussage keine Freunde mache, für mich ist er Schwachpunkt des FCR die Torhüterin." Die heißt Katrin Längert oder Lena Hohlfeld.

Auch ansonsten birgt Duisburg kein großes Geheimnis für Schulte: "Den FCR kenne ich im Schlaf, ich habe das Team so oft schon gesehen." Die Einordnung ist dabei nachvollziehbar: "Spielerisch ist die Truppe für mich in der Bundesliga das absolute Maß aller Dinge, wenn man sie agieren lässt, kriegt man die größten Probleme."

Zerstörungswut ist also angesagt - auch das ist nachvollziehbar. Die 31-Jährige: "Wir sind doch nicht verrückt und versuchen mitzuzocken. Das wäre doch absolutes Harakiri." Deshalb wird Schulte auch die Marschroute ausgeben, sich gegen die einzelnen stürmischen Wellen zu stemmen. Schulte: "Mit unserem Bollwerk." Unter der Woche kündigte sie an, vor allen Dingen für die zweite Halbzeit - die von ihrer "Kombo" beim Start meist verschlafen "intoniert" wird - eventuell einen Chinaböller einzupacken. "Wir haben uns etwas anderes überlegt, Jeanette Götte hat durchgerechnet, der FCR hat ungefähr 30 Bälle, wir prügeln die alle über die Tribüne."

Autor: og

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