Dieser Transfer wird im Essener Amateurfußball für Aufsehen sorgen: Issa Issa wird ab dem 1. Juli in seiner Heimatstadt auf Torejagd gehen.

Essen

Issa Issa kehrt in seine Heimatstadt Essen zurück

Krystian Wozniak
25. April 2018, 12:48 Uhr
Foto: VfB Frohnhausen

Foto: VfB Frohnhausen

Dieser Transfer wird im Essener Amateurfußball für Aufsehen sorgen: Issa Issa wird ab dem 1. Juli in seiner Heimatstadt auf Torejagd gehen.

Der VfB Frohnhausen hat das Buhlen um die Tormaschine des ASV Wuppertal für sich entschieden und darf sich nach Kevin Zamkiewicz (34 Saisontore) mit Issa Issa (29 Treffer) nun auf den nächsten Vollblut-Stürmer im Kader freuen. "Ich war schon seit einiger Zeit an Issa dran. Wir verstehen uns privat sehr gut, unsere Familien, Frauen ebenfalls. Jetzt haben wir es endlich geschafft auch fußballerisch zusammen zu kommen", freut sich Issam Said.

Viele werden jetzt wahrscheinlich denken, dass wir den Jungen mit Geld zugeschmissen haben. Das ist aber nicht wahr. Wenn Leute so denken sollten, dann ist mir das auch scheißegal. Issa und ich kennen die Wahrheit
Issam Said, Trainer des VfB Frohnhausen

Der Trainer und Macher an der Raumerstraße erklärt, wie er Issa Issa von der Unterschrift beim VfB Frohnhausen überzeugen konnte. "Viele werden jetzt wahrscheinlich denken, dass wir den Jungen mit Geld zugeschmissen haben. Das ist aber nicht wahr. Wenn Leute so denken sollten, dann ist mir das auch scheißegal. Issa und ich kennen die Wahrheit", betont Said und erklärt weiter: "Ich habe Issa eine Tür für seine berufliche Laufbahn geöffnet. Neben der Ausbildung zum Kinderpfleger, die er ab dem Sommer beginnen wird, wird er bei mir eine Teilzeit-Stelle bei Sport Duwe im Einzelhandel antreten. Wenn dieser Beruf ihm gefallen sollte, dann können wir uns auch über eine Festanstellung unterhalten. Er ist 34 Jahre alt und denkt an die Zukunft. Wir haben das Glück gehabt, dass wir ihm hier mehr bieten können, als nur guten Bezirksliga-Fußball."

Issam Saids Bemühungen beeindruckten Issa Issa

Issa hatte einige Offerten vorliegen. Nach RS-Informationen wollten u.a. auch Blau-Gelb Überruhr, Cronenberger SC, 1. FC Wülfrath und die Spielvereinigung Erkenschwick den in Beirut geborenen Essener Jungen verpflichten. Er erläutert, warum er sich für Frohnhausen entschieden hat: "Ich habe in meiner Karriere viele Gespräche geführt. Aber so sehr, wie Issam Said sich um mich bemüht hat, habe ich nicht oft erlebt. Das hat mich sehr beeindruckt. Mir ging es allen voran um meine berufliche Zukunft. Ich weiß, dass ich mit 34 Jahren leider nicht mehr jünger werde - im Gegenteil. Und da muss ich an meine Familie, an die Zukunft denken und schauen, wie ich im Berufsleben Fuß fassen kann. Da hatte Issam die besten Argumente und ich freue mich, dass das geklappt hat."

Ende März kündigte der ehemalige libanesische Nationalspieler Issa Issa gegenüber dieser Redaktion bereits an, dass er nach der Saison den ASV wohl verlassen werde. "Die ASV-Verantwortlichen wissen, dass ich mit anderen Vereinen spreche. Da spiele ich natürlich mit offenen Karten. Die Tendenz geht dahin, dass ich Wuppertal-Barmen im Sommer verlassen werde. Ich höre mir alles an und schaue, was am Ende das Beste für mich ist", erklärte der Familienvater vor einigen Wochen.

80 Regionalliga- und 186 Oberligaspiele

Nun kehrt der 34-Jährige nach vielen Jahren im Profifußball - Issa Issa hat u.a. 80 Regionalligaspiele (13 Tore) und 186 Oberligapartien (63 Treffer) absolviert - und seinen letzten Stationen beim Landesligisten FSV Duisburg und Bezirksligisten ASV Wuppertal in seine Heimatstadt Essen zurück. Einst begann er mit dem Fußballspielen beim SC Frintrop.

Über den Schemmannsfeld führte sein Weg in der Jugend zu Schwarz-Weiß Essen (1992-1994), FC Schalke 04 (1994-2000), Rot-Weiss Essen (2000-2001) und Borussia Dortmund (2001-2003). Seine erste Seniorenerfahrungen sammelte er bei der U23 des BVB (2003-2005). Es folgten die Stationen: SV Lippstadt, Hammer SpVg, SV Meppen, SG Wattenscheid 09, Sportfreunde Siegen, KFC Uerdingen, 1. FC Bocholt, FSV Duisburg, ASV Wuppertal und ab dem 1. Juli VfB Frohnhausen.

Autor: Krystian Wozniak

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