Das Treiben auf dem Trainingsgelände in Brackel ist wieder einmal sehr übersichtlich, da die Borussen Ausfälle aufgrund von Verletzungen, Krankheiten und Länderspiel-Abstellungen zu beklagen haben. Keine leichte Aufgabe für den BVB-Trainer, auf den ebenso wie auf seine Mannschaft vom übernächsten Samstag an ein knallhartes Programm wartet.

BVB: Das lange Hoffen: Werden Alex Frei und Sebastian Kehl für Bayer fit?

Doll: „Hier werden immer neue Felder aufgemacht, das nervt“

rk
13. Oktober 2007, 12:41 Uhr

Das Treiben auf dem Trainingsgelände in Brackel ist wieder einmal sehr übersichtlich, da die Borussen Ausfälle aufgrund von Verletzungen, Krankheiten und Länderspiel-Abstellungen zu beklagen haben. Keine leichte Aufgabe für den BVB-Trainer, auf den ebenso wie auf seine Mannschaft vom übernächsten Samstag an ein knallhartes Programm wartet.

Erst geht es zu Bayer Leverkusen, dann kommen die Bayern aus München und bevor die Reise nach Hannover folgt, gilt es noch im Pokal gegen Eintracht Frankfurt, eine Runde weiter zu kommen,

Thomas Doll, Philipp Degen und Sebastian Kehl sind wieder auf dem Trainingsplatz aufgetaucht. Entspannt sich die personelle Situation beim BVB so langsam?
Ich denke, wir müssen trotzdem weiterhin geduldig sein. Wir spielen am heutigen Donnerstag in Wehen, da werden weder die beiden noch Delron Buckley dabei sein. Sebastian braucht noch einige Zeit, bis er die entsprechende Sicherheit bekommt und Philipp verspürt noch leichtere Schmerzen. Besser sieht es dagegen bei Mladen Petric, der bei der Nationalmannschaft weilt, aus. Auch bei Kuba mehren sich die positiven Anzeichen. Ich hoffe, gegen Leverkusen wieder aus dem Vollen schöpfen zu können.
Wie wichtig sind denn gerade so erfahrene Leute wie Frei und Kehl als Führungsspieler für das Team?
Wenn die Jungs dabei sind, natürlich sehr. Doch Alex befindet sich noch im Lauftraining, er muss erst noch in die gemeinsamen Übungseinheiten einsteigen, bevor er eine Alternative für das Match gegen Bayer wird. Insgesamt spielt bei einer neuzubildenden Mannschaft nicht nur die Erfahrung eine Rolle, sondern auch, wie lange die Spieler schon beim Verein sind. Wir dürfen von ihnen dennoch keine Wunderdinge erwarten und ihnen Rücksäcke aufbürden, an denen sie dann schwer tragen. Es ist absolut normal, dass sie nach so einer langen Pause erst einmal selbst von der Mannschaft aufgefangen werden müssen, bevor sie dem Team etwas geben können.

Dann dürfte Ihnen der aufgrund der Länderspielpause ausgedünnte Kader bei der Re-Integration nicht gerade recht sein, oder?

Diese Frage wird wahrscheinlich jedem Trainer bei jedem Nationalmannschaftsspiel gestellt. Doch die Auswahlteams müssen ja auch mal agieren. Selbstverständlich ist die Situation schwierig, zumal die Amateure selbst am Mittwoch im Meisterschaftseinsatz waren und mir nur wenige Akteure zur Verfügung standen. Insbesondere dann, wenn man das Gefühl hat, dass wir uns bei der Defensivarbeit besser präsentieren müssen. Es ist also gut, wenn ich wieder alle zusammen habe, damit wir daran arbeiten können.
Zuletzt gab es nicht nur Kritik für die sportlichen Leistungen, sondern zum Beispiel für die Teilnahme einiger Profis am Oktoberfest. Wie stehen Sie dazu?

Das Problem ist doch, wenn es nicht so läuft, wird alles ausgegraben. Wie zum Beispiel die Hochzeit von Mladen Petric. Wenn andere Spieler mit ihren Familien nicht zum Karussellfahren um die Ecke gehen, sondern an ihrem freien Tag nach München fliegen, ist daran nichts auszusetzen. Entscheidend ist, am Montagnachmittag waren sie zum Training wieder da. Außerdem hat da niemand auf den Tischen getanzt. Es wäre schön, wenn ich mich nur zu den sportlichen Dingen äußern müsste. Die Disziplin ist doch vorhanden, trotzdem werden hier immer wieder neue Felder aufgemacht. Das nervt schon.
Haben Sie deshalb auch keine Einwände gegen die Reise des zuvor verletzten Petric zur Nationalmannschaft?
Warum sollte ich? Er hat alles dafür getan, dass er so schnell wie möglich wieder fit geworden ist. Wenn wir nicht am Freitag, sondern am Sonntag gegen Bochum gespielt hätten, wäre er auch eine Option gewesen. So haben wir aber davon abgesehen, denn wenn wir das Risiko eingegangen wären, hätte er einen Rückschlag erleiden und sechs Wochen ausfallen können. Jetzt hat er ein wichtiges EM-Qualifikations-Match mit Kroatien vor der Brust. Wenn wir am Samstag in der Bundesliga antreten müssten, wäre er ebenfalls dabei, weil er schon so weit ist.
Er wird also gegen Leverkusen auflaufen können, mit Frei und Kehl planen Sie aber eher nicht.
Im Moment mache ich mir darüber keine Gedanken, ich muss erst einmal abwarten, wie es mit den beiden körperlich weitergeht.

Autor: rk

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