Den DEG Metro Stars gehen so langsam die Verteidiger aus. Nach dem Fußbruch von Nationalspieler Robert Dietrich, hat es nun nach dem 7:4-Sieg gegen die Iserlohn Roosters die Routiniers erwischt: Robert Kantor handelte sich eine Spieldauerstrafe ein. Darren van Impe zog sich einen Kapselriss und eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zu und fällt rund zwei Wochen aus.

DEG Metro Stars: Verletzungsmisere

Lener bleibt Rumpfteam

Georg Amend
12. Oktober 2007, 14:44 Uhr

Den DEG Metro Stars gehen so langsam die Verteidiger aus. Nach dem Fußbruch von Nationalspieler Robert Dietrich, hat es nun nach dem 7:4-Sieg gegen die Iserlohn Roosters die Routiniers erwischt: Robert Kantor handelte sich eine Spieldauerstrafe ein. Darren van Impe zog sich einen Kapselriss und eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zu und fällt rund zwei Wochen aus.

Das ist das höchst unglückliche Ergebnis einer unnötigen Schlägerei zwischen dem Kanadier und dem Iserlohner Pat Kavanagh, denn der 34-Jährige verletzte sich, als es dem Schiedsrichter endlich gelang, die beiden ineinander verkeilten Kontrahenten zu trennen. Damit müssen die Düsseldorfer bei den Partien heute in Mannheim und Sonntag zuhause gegen den Tabellenzweiten aus Nürnberg auf zwei ihrer stabilsten Defensiv-Akteure verzichten.

Zudem hat sich Kantor noch nicht in der DEL eingefunden, wie nicht zuletzt die frühe Matchstrafe aus der 17. Minute des Iserlohn-Spiels zeigt. Der 30-jährige Tscheche, ein Wunschspieler seines Trainers und Landsmannes Slavomir Lener, offenbarte bisher Spiel für Spiel Schwächen im Passspiel und im Umgang mit dem Puck. Darüber konnte bislang auch der extrem harte Schuss von der blauen Linie nicht hinwegtäuschen, der in der Liga wohl seines gleichen sucht, aber nur selten wirklich präzise ist. „Es tut ihm vielleicht mal gut, jetzt ein Spiel von außen zu sehen, um wieder in die Spur zu kommen“, meint sein Coach.
[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/004/922-5004_preview.jpeg Vor dem Comeback: Tore Vikingstad. (RS-Foto: firo)[/imgbox]
Nun hat Lener nur noch vier Verteidiger an Bord, wenn es am heutigen Freitag zum kriselnden Deutschen Meister Adler Mannheim geht. Zu Defensiv-Youngster Korbinian Holzer gesellen sich mit Peter Ratchuk und Andrew Hedlund zwei erfahrene und torgefährliche Nebenleute, Marian Bazany komplettiert das Quartett. Im Angriff richten sich momentan natürlich alle Augen auf den neuen Top-Torschützen vom Dienst, Klaus Kathan, der mit 11 Toren fast schon so viele Treffer erzielt hat, wie in der gesamten Vorsaison (15). Und auf den 30-jährigen Routinier wartet nun ein besonderes Jubiläum: Er absolviert morgen sein 600stes Spiel in der DEL.

Noch kein einziges Spiel hat in dieser Spielzeit bislang der Top-Stürmer der Vorsaison, Tore Vikingstad, bestritten, doch nun scheint der Norweger vor seinem Comeback zu stehen. In Mannheim wird Vikingstad bestimmt noch im Schatten von Klaus Kathan und dessen Jubiläum und Siegeswillen stehen. Der Ex-Adler kennt nach eigener Aussage nichts schöneres, als Tore gegen Mannheim zu schießen und Siege dort zu feiern.

Autor: Georg Amend

Kommentieren