Stanislav Sestak musste am Samstag auf das Auslaufen verzichten. Den Slowaken plagt schon länger eine Prellung am rechten Fuß. In von Tag zu Tag besser werdendem Deutsch verriet er:

Bochum: Stanislav Sestak hat starke Fuß-Probleme

"Gegen Kroatien ohne mich"

gp
09. Oktober 2007, 09:06 Uhr

Stanislav Sestak musste am Samstag auf das Auslaufen verzichten. Den Slowaken plagt schon länger eine Prellung am rechten Fuß. In von Tag zu Tag besser werdendem Deutsch verriet er: "Die Probleme habe ich schon seit dem Frankfurt-Spiel. Zum Wochenende hin wird es dann immer besser. Aber nach dem Spiel habe ich Schmerzen."

Deshalb wartet der Angreifer, der in Dortmund bester Spieler seiner Mannschaft war, den Treffer zum 1:1 mit der Hacke vorbereitete und von Wörns nur mit Fouls gestoppt werden konnte, gestern auch geduldig auf Marcel Koller. Gemeinsam mit Dolmetscher Pavel Drsek ging es in die Trainerkabine, wo die nächsten 14 Tage des Angreifers besprochen wurden.

Fakt ist, für Stanislav Sestak stehen in den nächsten Tagen zwei Länderspiele auf dem Programm. Am Samstag ein EM-Qualifikationsspiel in seinem Heimatland gegen San Marino. Am Dienstag in einer Woche noch ein Freundschaftsspiel in Kroatien. Stanislav Sestak: "Ich habe überlegt, wegen meiner Verletzung beide Spiele abzusagen." Da dies aber nicht so einfach ist und der slowakische Verband sicher Aufklärung verlangt, wird Bochums Stürmer am Dienstag erst mal in seine Heimat reisen, um sich dort ebenfalls untersuchen zu lassen.

Sestak: "Beide Spiele werde ich auf keinen Fall machen." Sein Vorschlag an den Nationaltrainer: Gegen San Marino am Samstag in Dubnica spielt er, kehrt dann nach seinem 14. Länderspiel nach Bochum zurück, um sich konzentriert auf das nächste VfL-Heimspiel gegen Bayern München (Samstag, 20.10) vorzubereiten. Marcel Koller: "Er hat am Freitag in Dortmund schon wieder einen Schlag auf den Fuß bekommen. Am liebsten wäre mir, er würde gar nicht spielen. Aber mit dem jetzigen Kompromiss können wir leben."

Stanislav Sestak wird in seinem Heimatland den Verantwortlichen klar machen, dass er nach dem San Marino-Spiel unverzüglich abreist: "Das Freundschaftsspiel in Kroatien geht auch ohne mich. Schließlich wollen wir gegen Bayern das Unmögliche möglich machen." Freitag Abend noch hatte der Angreifer sich über die verschenkten drei Punkte geärgert: "Im Großen und Ganzen war es eine ordentliche Leistung. Schade, dieses Spiel mussten wir nun wirklich nicht verlieren." Und dann fügte er resignierend hinzu: "Wir waren doch in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft. Dortmund schießt drei Mal auf das Tor und gewinnt."

Autor: gp

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