Es klingt wie ein Zertifikat beim TÜV, hat aber mit Fußball zu tun: Die „C-Lizenz“ ist die unterste Stufe der Trainer-Ausbildung im DFB. Mehrmals im Jahr können sich interessierte Amateur-Trainer und Sportstudenten bei den Landesverbänden für den „großen Test“ anmelden. Dominik Buchwald ackert in Bochum er für sein Sportlehrer-Diplom, beim ASC 09 Dortmund ist der Verteidiger spielender Co-Trainer. Und seit Mitte September auch Besitzer einer C-Lizenz.

ASC Dortmund: Trainer-Duo mit C-Lizenz

„Es geht darum, Fußball zu vermitteln“

09. Oktober 2007, 09:03 Uhr

Es klingt wie ein Zertifikat beim TÜV, hat aber mit Fußball zu tun: Die „C-Lizenz“ ist die unterste Stufe der Trainer-Ausbildung im DFB. Mehrmals im Jahr können sich interessierte Amateur-Trainer und Sportstudenten bei den Landesverbänden für den „großen Test“ anmelden. Dominik Buchwald ackert in Bochum er für sein Sportlehrer-Diplom, beim ASC 09 Dortmund ist der Verteidiger spielender Co-Trainer. Und seit Mitte September auch Besitzer einer C-Lizenz.

Der 26-Jährige absolvierte dabei eine verkürzte Version. „Denn alles was man dort in drei Wochen lernt, habe ich bereits in zwei Uni-Semestern hinter mir“, meint er. Buchwald zog das Programm deshalb ebenso wie sein ASC-„Chef“ Hannes Wolf und weitere Studienkollegen an zwei Wochenenden durch.

Seit 2003 setzt der DFB auf ein vierstufiges Ausbildungssystem, das mit der C-Lizenz beginnt und dessen letzte Hürde die Fußball-Lehrer-Ausbildung ist. Im Mittelpunkt der C-Lizenz steht der „moderne Fußball“. Der DFB richtete das System ein, um eine einheitliche Fußball-Philosophie um Viererkette und Raumdeckung zu verbreiten.

Als „Basiswissen“ gelten Methoden für das Technik-, Taktik-, und Konditionstraining. In der weiteren Ausbildung stehen Dinge wie Spielbeobachtung, Saisonplanung, Mannschaftsumfeld oder Mannschaftstaktik auf dem Plan. „Es geht vor allem darum, wie Fußball vermittelt wird“, sagt der Aplerbecker „Co“. Die C-Lizenz-Inhaber dürfen in NRW nach dem Abschlusstest alle Amateurteams bis zur Verbandsliga, Juniorenmannschaften (außer Regionalliga) und Frauenteams (außer Bundesliga) trainieren.

Doch vielen Trainern - auch im höherklassigen Bereich - erscheint die Ausbildung als „abgehoben“. Zudem schrecken sie bürokratische Hürden ab. „Man muss von diesen Dingen überzeugt sein, um sie im Alltag mit einer Mannschaft umsetzen zu können“, meint Dominik Buchwald. Kommt dann noch wie bei Landesliga-Spitzenreiter Aplerbeck ein Team dazu, dass die Begeisterung teilt, kann die C-Lizenz einen echten Gewinn bedeuten.

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